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den italienischen Staaten, und in den 30 Jahren, während derener an der Spitze der Republik stand, verleibte er dem florcntini-schen Gebiete Borgo Sansepolcro, Montcdoglio, das Casentinound Val di Bagno ein. Es war eine Zeit der Ruhe, in welcherdie Freiheit auch ohne das überwachende Auge dcS Argwohnsgedieh: die Florentiner, sowie die anderen Italiener gewohntensich, die Größe anderSwo alö in der Politik zu erblicken, und derKünstler, der Gelehrte, der reiche Kaufherr erblickte einen Vor-zug darin, von den StaatSämtern befreit zu sein, die vordem dasZiel für den Ehrgeiz Aller bildeten..
So war die Lage seines Vaterlandes, als CosmuS in seinemLandhause zu Careggi verschied (1464), beweint von seinen dank-baren Freunden, beweint auch von seinen Gegnern, deren Be-fürchtungen wieder erwachten, da derjenige, welcher allein dieMächtigen gezügelc hatte, nicht mehr da war. Wirklich konntenun Luca Pitti eine schrankenlose Tyrannei ausüben, dennCoSmuS' einzig überlebender Sohn, der lahme und geistes-schwache Piero, vermochte nicht, ihn daran zu hindern. DenCosmuS nach Kräften zu unterstützen, hatte im Vortheil der her-vorragenden florentinischen Familien gelegen, weil er stetö bereitwar, ihnen in jeder Verlegenheit und Bedrängniß beizuspringcn,nicht selten sogar ohne ihre Bitte abzuwarten; nun begann aberPiero, weil die Handelsgeschäfte seines Hauses durch die groß.artige Freigebigkeit des Vaters, durch Bankerotte und durch seineUnfähigkeit, sich persönlich den Geschäften zu widmen, Noth ge-litten hatten, seine Kapitalien mir Härte zurück zu fordern, umsie in Ländcreien anzulegen. Es begreift sich, welche Verlegenheitendies hervorrief! Die nun eintretenden Bankerotte wurden ihmSchuld gegeben und man zog Vergleiche zwischen seinem Geizeund der Freigebigkeit dcS VatcrS. ES bildete sich ein förmlichesKomplott, um seinen Ruf und seine Stellung zu untergrabe»,die Republik von der Suprematie seines Hauses zu befreien;Luca P itti ließ die Balia wieder abschaffen und die Wahl durchsLoos wieder herstellen. Nicolo Soderini ging zur großenFreude des Volkes als Gonfaloniere aus der Wahlurne hervor.Als aufrichtiger, aber schwacher Republikaner bedurfte er jedochselber der Leitung, geschweige denn, daß er im Stande gewesenwäre, andere zu leiten. Die Faktion des Poggio (gewissermaßendie Bergpartei), wie man die der Pitti nannte, die nur von Er-Haltung der Unordnung Erfolg hoffen durfte, arbeitete ihm durch