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Intriguen entgegen, als er eS unternahm, den Staat durch ge-setzliche Mittel zu reformtrcn, und so verfloß sein Amtsjahr, ohnedaß er irgend etwas durchgeführt hatte.
Es starb nun der beste Freund der Medici, FraneeSeoSforza (1466) und Galeazzo Maria verlangte von Florenzdie Fortbezahlung des seinem Vater, als Condottiere der Republik,entrichteten Soldes. Die Partei des Poggio drang auf eine Ab-weisung dieser Forderung, da aber die entgegengesetzte Ansichtdurchdrang, verschwor sich jene Partei mit Boso, dem Herzogevon Modena, zum Untergang der Medici, vielleicht zur Ermor-düng des Picro und seiner beiden Söhne Loren zo und Gtu-liano; aber die Verschwörung wurde entdeckt und vereitelt, dieGegner der Medici mußten in die Verbannung wandern; Pieroward von der Balia zum Gonfalonicre gewählt. Damit war je-doch die Losung zum Bürgerkriege gegeben; die Verbannten ver-einigten sich mit den Ausgewiesenen von 1434 und bereiteten sichzum Kampfe; Venedig nahm zwar Anstand, ihnen offen bcizustehen,ließ aber seinen Heerführer Bartholomco Coleone in ihreDienste treten, welchem sich viele der kleinen Herren in der Ro-magna anschlössen. Mit Galeazzo und dem König von Neapelverbündet, zogen die Florentiner gegen sie, unter der Führungdes Federico di Montcfelrro, Herrn von Urbino, einesZöglings von Francesco Sforza; an der Molinclla kam eSzum Kampfe (1468), wo man zum Erstenmale von leichter Artil-lerie Gebrauch machte und sogar bei Fackelschein sich schlug, ob-gleich trotz der so lange fortgesetzten Schlacht dieselbe unentschiedenblieb. Der Fcldzug kostete die Republik 1,300,000 Goldgulden,indessen mußten doch auch die Verbannten aus.Geldmangel daöFeld räumen; sie fügten sich der Entscheidung Pauls H, derallen Herren und Staaten Italiens gebot, Frieden zu schließen,um ihre Streikräfte gegen die Türken zu vereinen; zu Gunstender Verbannten traf er jedoch keine Bestimmungen, so daß diesemit ihren Freunden und Verwandten sich in einer viel schlimmernLage denn vorher befanden. Der kranke, anS Haus gefesseltePiero wußte nichts von dem schonungslosen Verfahren seinerPartei, ermähnte zur Mäßigung, und dachte sogar daran, dieVerbannten zurückzurufen, als er starb (1469).
Lorenzo und Giuliano (Julian) seine Söhne, „Für-stcn des Staates", ernannten fünf Ordner, mit dem Rechte,die Glieder des Raths der 200 zu ernennen; eö war dies keine