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das drohende Murren unzufriedener Republikaner bis zu ihmdringen, aber um sie nicht zu hören, lauschte er dem süßen Ge-fange der Musen, die ihm gerne zu Diensten; um sie zu belauf-tigen, widmete er den schönen und nützlichen Künsten die reichsteGunst. So kam eS aber auch, daß „damals die Jünglinge, sichweniger denn je Zwang anthuend, in Kleidung, Festlichkeiten undanderen Ausschweifungen einen maßlosen Aufwand machten,und stets müßig im Spiel und bei Frauen Zeit und Vermögenverschwendeten. Ihr ganzes Sinnen und Trachten ging dahin,sich prächtig zu kleiden, mit Geist und Feinheit sich auszudrücken,und wer im Gespräche die geschicktesten Hiebe auszutheilen wußte,ward als der Klügste am höchsten geachtet (Machiavel)." Dieprachtvollen Maökcnfeste, welche Lorenzo veranstaltete, beschäf-tigten Maler, Dichter, Musiker und viele Gewerbtreibende, unter-hielten daS Volk; für die Frommen dichtete er Hymnen, schlüpf,rige KarnevalSlieder (cmicki cnriiÄsemloselli) für die lockereJugend; im neuhcrgestellten Theater ließ er die Florentiner daSStück „Orpheus" bewundern. Dabei errichtete er neue Straßenund gab der Stadt ausreichende Befestigungen. In den Gärtenseines Landhauses zu Carreggt prangten neue Blumenarten, dieer aus dem Oriente hatte kommen lassen, und Büffel auü Indienweideten auf seinen mit ausländischen Futterkräutern bestelltenWeiden*). Obgleich großmüthige Beschützer der Wissenschaftenbereits nicht mehr selten waren, und Schulen, Bibliotheken undsonstige Bildungsanstalten der Jugend sich darboten, so daß diePflege und Begünstigung der geistigen Kultur weder mehr sonothwendig noch so ruhmvoll war wie zur Zeit CoSmus', soward doch von keinem Fürsten überboten, was er für die Wissen-schaften und ihre Jünger that. Die vom ihm herangezogenenGelehrten machten die Universität zu Pisa blühend und wettei-ferten im Lobe ihres Beschützers, den sie der Mit. und NachweltalS großen Mann darstellten.
Mit solchen Mitteln gewöhnte er die Bürger an die Ver-nichtung dcö innern LcbenS im Staate und der Willenskraft derEinzelnen, bereitete sie vor, auch eine schlimmere Herrschaft alSdie seinige zu ertragen. AlS außer seinem Willen kein anderer
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