Band 
Achter Band.
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staatsmännischen Gewandtheit, beliebt beim Volke, für das erväterlich sorgte, unbeschränkt herrschen können, aber er fand einenGegner an Attendolo Sforza, dem Vater des spätern Her-zogs von Mailand. AIS großer Krieger und alS schlauer Politikererhielt er sich in der Gunst der Herrscher Neapels, obgleich ermehrercmale vom Kerker an die Spitze der Geschäfte, vom Heer-befehl in die Ketten überging. Indessen wollte eS ihm nun doch,trotz aller Anstrengungen seiner Anhänger nicht gelingen, denCaracciolo zu stürzen und er ließ darum Ludwig Ltl, denSohn Ludwigs II v. Anjou, einladen (1420), seine Rechtegeltend zu machen! Von diesem zum Vizekönige ernannt, brachteSforza ein Heer auf, während Lud wig selbst mit einer Flotteerschien. Aber eö trat ihnen zu Lande der Bandenführer Br a c-cio da Montane, zur See AlphonS, König von Aragonienund Sizilien, entgegen, den Johanna adoptirt hatte (1421).Ludwig, welchem der schlaue Gegner die Freundschaft des Pap-stes und den käuflichen Beistand des Sforza entzogen, zog sichgeschlagen wieder zurück; AlphonS aber begegnete dem Hochmuthdes Caracciolo und dessen Intriguen, um ihn zu beseitigen,damit, daß er diesen gefangen setzen ließ. Darauf schloß sich dieerschreckte Königin in die Burg zu Capua ein, nahm die Adop-tion des AlphonS zurück, um sie auf Ludwig zu übertragen,und rief Sforza um Hülfe an, der sie jedoch kaum zu rettenvermochte. Da aber AlphonS genöthigt worden, nach Arago-nien zurückzukehren, vermochte die Königin unter dem Beiständevon Genua und Filippo Maria Visconti sich wieder in denBesitz ihrer Hauptstadt zu setzen (1424); während Braccio,der beste Haudegen, seitdem Sforza im Fluße PeScaro den Todgefunden, bei der Belagerung von Aquila geschlagen wurde undan seinen Wunden starb. Johanna regierte nun wieder mitihrem Günstling, bis sie in einer ihrer verliebten Launen, vordenen das Alter sie nicht bewahrte, sich mit Caracciolo über-warf (1432), waü seine Feinde benutzten, um ihn gefangen zusetzen und zu cödten; der Königin blieb nur der Trost, ihm eineprächtige Leichenfeier zu halten.

Bald darauf (1434) starb auch Ludwig III, ohne Kinderzu hinterlassen, und ein Jahr später Johanna selbst, nachdemsie auf Ludwigs Bruder, den Herzog Renö, daö Recht' derNachfölge übertragen hatte. Mit dieser Königin endete daS ersteHauS Änjou nach 105jährigcr Herrschaft. Die willkürliche"

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