Band 
Achter Band.
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Adoptionen Iohanna's verwickelten Neapel in endlose Kriege mitFrankreich und Aragonien, die sich auf Wcibcrlaunen stützten umdes BesitzeS dieser schönen Krone willen.

Sicüien. 1296.

Wir haben gesehen, wie diese Insel dem FriedrichI (1t)von Aragonien zu Theil geworden, der sie gegen die Angevincnvertheidigte; aber treulos der Verpflichtung, die er gegen Sici-licn übernommen und bei seiner Krönung beschworen, wußte erden hochherzigen Entschluß seiner neuen Unterthanen nicht zuwürdigen und verstand sich zu einem nicht ehrenvollen Frieden.Indessen hatte er Loch die Ordnung im Lande hergestellt, indemer ihm weise Satzungen gab oder geben ließ. Um die innereRuhe zu befestigen, einließ er die katalanischen Söidnerbanden,die mit Noger de Flor ihr Glück in Griechenland suchten*);und der Nation, die in einhelliger Kundgebung eines kräftigenWillens ihn gewählt, zum Lohne beschränkte er freiwillig dieRechte der Krone.

Der Klerus hatte an Ansehen verloren in Folge des Kam-pfeS, den Sicilien mit dem römischen Hofe zu führen hatte. DieAngevincn suchten eher die Gunst deS Adels als der Städte,weil mit letzter« kein geheimes Abkommen zu treffen war. Daihnen geschmeichelt wurde, weil ihr Beistand bei der Wahl nöthigwar, steigerte sich der Hochmuth der Barone und sie trugen inKleidung, Lebensweise, Auftreten einen großen Luxus zur Schau.Nach dem Vorbilde des aragonischen AdelS mit seinen ausgedehn.ten Privilegien umgaben sie sich mit Clienten und Vertrauten,die sich eidlich verpflichteten, ihr Interesse wahrzunehmen. Zuden hohen Würden führte nicht mehr daS Verdienst, sondern dieGeburt, und der Oberrichter, der Obcrkämmerer, alle Oberstender Land - und Seemacht wurden aus den Reihen der Baronegenommen. Bereits früher hatten sie den Anspruch erhoben, daßkein Landesprodukt zu Markte gebracht würde, bis sie ihre Vor-räche verkauft hätten, und die Vasallen mußten beim Entrichtenihrer Pflichtigkeiten sich deS vom Baron vorgeschriebenen MaßeSbedienen. Aber nicht zufrieden steigerten sie täglich ihre Ansprüchegegenüber dem König, so daß Friedrich, der doch bei seiner

') S. eben S. 54 u. f.