Band 
Achter Band.
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Mordplan dargestellt/ ließ / von Argwohn ergriffen/ die Flüchti-gen und Verdächtigen mit äußerster Härte verfolge»/ und ver-brachte seine letzten Lebensjahre in beständigen Beängstigungen/die ihn zu blutigen Maßregeln veranlaßten. Kurz vor dem Ver-scheiden äußerte er gegen zwei fromme Mönche: Niemals betrittdiese Räume irgend Jemand/ der mir die Wahrheit sagte. Ichbin dermaßen in die Irre geführt durch die Vorspiegelungenderer/ die mich umgeben/ daß/ wenn ich nicht das Aergernißfürchtete/ ich das Papstthum niederlegen würde/ um wiederThomas von Sarzana zu werden.

Kalirtus III. 1485.

Bei der Wahl des Spaniers Kalixtus III (AlphonsBorgta)/ der so großen Eifer gegen die Türken entwickelte/nahmen die Parteiungen der Colonna und Orsini wieder bedenk-lich zu/ und die Aufregung erreichte den höchsten Grad, als derPapst/ jede Rücksicht bei Seite setzend, seinem Neffen die Lehender Kirche überließ, den Pietro zum Herzog von Spoletomachte und nur durch den Tod verhindert wurde, ihn auf dengerade erledigten Thron von Neapel zu setzen. Diese Mißbräucheder päpstlichen Gewalt veranlaßten daS nächstfolgende Conclavezu verfügen, kein Papst könne ohne Zustimmung des Cardinals-collcgiums den apostolischen Stuhl von Rom wcgverlcgen, Car-dinäle oder Bischöfe ernennen, Krieg erklären oder Friedenschließen, Besitzungen der Kirche in irgend einer Weise vergeben.

PiuS II. 1458.

Jener Aeneas SylviusPiceolomint, den wir in allenwichtigen Verhandlungen der Zeit in hervorragender Weise theilenehmen sahen, einer der gelehrtesten Männer und tiefsten Kennerdes Kirchcnrcchts, Dichter und Geschichtschreiber, ward nun Papstunter dem Namen PiuS II. Seine Jugend war durch dasParteitreibcn in Siena eine stürmische gewesen; hierauf hatte erals Geheimschreiber des Cardinals Domenieo di Capran icadem Basier Conzil beigewohnt, stand sodann in verschiedenenDiensten, war häufig Gesandter und später GeheimschreiberFelix V und endlich des Kaisers Friedrich. Er verfaßtedie Geschichte Böhmens, beschrieb die Zustände Europa'ü in derZeit Friedrichs III und entwarf ein Gemälde Deutschlandsund deS BaSler Conzils, wo er sich in der Opposition befunden;

Tank», Weltgeschichre. VIII.