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alle diese Schriften sind höchst anziehend/ weil von einem in dieVerhältnisse eingeweihten und an den Ereignissen becheiligtenAugenzeugen verfaßt; außerdem besitzen wir von ihm eine Samm-lung von Geschäfts, »nd freundschaftlichen Briefen*). Unter
*) S. ^eness 8^Ivü piooolom. Kcnoiisi», gui po«t acksntum pontilloalumkius egus uominis soeiniilns appellatus est, opoia guee extant «ninia,Basel 1551. Es gibt noch eine vorzüglichere Ausgabe von den Briefen,welche Meister Ulrich Schinzenzeler im Jahr 1496 zu Mailand ver-anstaltete. Hier findet man die ein großes Aufsehen machende Geschichtevon dem Liebesverhältniß der Lncrezia aus Siena mit dem deutschenEuryalns aus dem Gefolge des Kaisers Sigismund, welche Geschichtemit den Farben des Boccacio ausgemalt ist. Andere Briese sind kostbareBeiträge zur Charakterisirnng der Zeit. Die Titel im Hauptwerke sind:l>e Ksstis oouoilii Lamlionsis klomm. — ve ort« ot Iiistorig. Lolro-morum. — Europa, in gua sui iomporis Varia s Iiistorlas eomploeti-tur. Er schreibt gut, obgleich zu figuren- und floskelreich. Wir lassendie Vorrede zum Conzil von Basel folgen: „Ich weiß nicht, durch wel-ches mich verfolgende Unglück oder Geschick ich es nicht vermag, michloszuschlagen von der Geschichte oder meine Zeit nützlicher anzuwenden.Schon oft habe ich mir vorgenommen, mich dieser Verlockungen derDichter und Redner zu entziehen und eine andere Beschäftigung zu su-chen, der ich eine Erleichterung der Last des Alters verdanken könnte,um dann nicht wie die Vogel und Thiere des Waldes ohne Vorsorgefür den folgenden Tag zu leben. Es mangelte auch nicht an Ausgabenfür meine Studien, durch welche ich, hätte ich meine Kräfte ausschließlichdarauf richten wollen, Geld und Freunde würde gewonnen haben. Aufsolche Gedanken verfiel ich übrigens nicht blos durch mich allein, sondernmeine Freunde um mich her ließen nicht ab, mir zuzureden: „Ach, wasthust du, Aeneas? Willst dn dich von der Literatur bis an dein Endefesseln lassen? Schämst du dich nicht, in deinem Alter weder Geld nochGrundstücke zu haben? Weißt du nicht, daß man groß sein muß mit 20,klug mit 30, reich mit 40 Jahren und daß, ist einmal diese Gränzeüberschritten, man sich vergeblich plagt?" Sie riechen darum, als ich denVierzigen nahe kam, ich möchte suchen, vor dem Eintritt in dieses Alterirgend etwas Sicheres zu erreiche». Wiederholt legte ich nun auch Handan, fest entschlossen, diesen Rathschlägen gemäß zu verfahren; ich warfdie rednerischen Schriften bei Seite, bei Seite warf ich die Geschichts-werke und alle literarischen Studien, diese Feinde meines Heiles. Abergleich wie gewisse Insekten vor der Flamme einer Kerze sich nicht zuhüten vermögen, bis sie am Ende sich die Flügel verbrennen, so kommeauch ich immer wieder auf mein Uebel zurück, und ich sehe schon, ichmuß darin untergehen, nichts denn der Tod wird mich von diesen Stu-dien frei machen. Da dann aber das Geschick mich zwingt und ich nichtthun kann, was ich will, bleibt mir nichts übrig, als dem Thun auch