Band 
Achter Band.
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umgeben von reichen Basreliefs und den Wappenschildern allerseiner Herrschaft unterworfenen Städte*).

Lurnsgesctze.

Wiederholt erlassene und verschärfte LuxuSgcsetze hatten keinenandern Erfolg, als die Größe des Uebels zu zeigen. Die Satzun-gen von Mancua von 1325 untersagen jeder Frau niederen Stan-des bis zum Boden reichende Gewänder und seidene Putzsachcnam Halse zu tragen; keiner Frau, von irgend welchem Stande,wurden Schleppen von mehr denn Armlänge, Kronen von Per-len und Edelsteinen, Gürtel von einem höhern Werth alS zehnLivreS und Beutel über 15 Sol. gestattet**). „Im Jahr 1330— sagt Villani — traf man zu Florenz Maßregeln gegen diePrunkliebe der Weiber, denn sie gestatteten sich große Uebertrci-bung mit überflüssigen Schmucksachcn, wie Diademe und Kränzevon Gold und Silber, Perlen, kostbare Steine und Flcchtwerk,gewisse, sehr kostspielige Kopfputzsachcn von Perlen und anderesdergleichen, mit Kleidern, die aus verschiedenen Stoffen undTüchern zusammengesetzt und in mannigfaltiger Weise mit Seidebesetzt, mit Perlenschnüren, vergoldeten oder silbernen Knöpschenin oft vier-, ja sechsfacher Reihe verziert, mit Spangen vonPerlen und Edelsteinen, die verschiedene Zeichen und Buchstabendarstellten, auf der Brust geschlossen waren. Dem entsprechend

*0 Comines erzählt, er habe in der Karthause zu Pavia die Ueberreste

des Gian Galeazzo höher gestellt gesehen als den Altar, während ein

Mönch ihn als einen Heiligen pries, „Und ich fragte ihn leise, warumer ihn einen Heiligen nenne, da er doch ringsum die Wappen vieler vonihm ohne Recht usnrpirter Städte erblicke. Daraus antwortete der Mönch

gleichfalls leise: Wir hier zu Lande nennen alle die heilig, die uns Gutes

thun." Nem. VII.

Von den verschiedenen Formen der Kleidungsstücke erwähnen wir: dieBirri, eine Art Zacke von röthlicher Farbe, gemeiniglich aus gewöhnli-chen! Tuche und mit einer Kaputze gemacht; Laub,-» oder Lobte war dergewöhnliche (im Italienischen und Französischen erhaltene, auch nicht ganzungebräuchliche im Deutschen) Name für die bessern Kleidungsstücke. Esgeschieht ferner Erwähnung des suxei-totns (smüoiit, Ueberwurf) und desPalandrano, der sich darin vom Mantel unterschied, daß er gleich demalten Pallinm, kein Aermel, aber eine Kaputze hatte. Slurato,-. Xnt.Ital. XXV. — Die serrarestschen Sladtrechte, gleich allen übrigen voneinem engherzigen, die geringsten Einzelheiten regeln wollenden Geistehervorgerufen, stellen sogar (1L79) einen Tarif für die Schneider aus.