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Goldstickerei zeigte, in Neapel ihren Einzug hielt, während ihrGemahl in Banketten und öffentlichen Festlichkeiten einen ganzaußerordentlichen Prunk entfaltete. König Robert gab in Astiein Mahl, bei welchem nichts alS Silbergeschirr gebraucht wurde,und eö ward dies als etwas sonderlich Neues betrachtet.
ES kamen nun auch die Kutschen auf, die sogar bei denMännern den Gebrauch der Pferde und Mäuler verdrängten.Es herrschte überhaupt verschwenderische Ueppigkeit in Nahrungund Kleidung, Hochzeitsfesten und Geschenken. Selbst unter demVolke führte nun der Handwerker einen mannigfaltigern undausgesuchter» Tisch alö früher der Edelmann, und die Weiberniedern Standes waren kaum von den reichen und vornehmenFrauen zu unterscheiden. „Ich darf nicht vergessen, sagt Vil-lani, einer übermäßigen Veränderung in der Weise, sich zukleiden, zu gedenken, welche von den jüngst nach Florenz gekom-menen Franzosen bei uns veranlaßt worden. Tracht und Klei-düng waren vordem die schönsten, edelsten, anständigsten, dieirgend eine Nation haben konnte, gleich wie dies der Fall beiden Römern mit ihrer Toga war, und nun haben die jungenLeute angefangen, einen kurzen und engen Rock zu tragen, denman nicht ohne Hülfe anlegen kann, mit einem Lcdcrgürtcl gleicheinem Pferdcgurc, zusammengehalten vermittelst einer großenSchnalle, einer ungeheuern Tasche nach deutscher Weise, die überden Bauch herhängt, einer Kaputze, in der Form wie die derJongleurs, den offenen Theil biö zum Gürtel oder noch tieferherabhängend, denn eS ist dies zugleich Mantel und Kaputze,mit reichen Verbrämungen und ausgeschnittenen Stickereien. DaSspitze Ende der Kaputze zieht sich biö auf den Boden, um beikaltem Wetter den Kops darin einhüllen zu können; dabei läßtman den Bart lang wachsen, um im Gefecht recht grimmig aus-zusehen. Die Ritter Haben einen Ueberwurf oder eigentlicherlangen und engen Obcrrock angenommen, der in oben beschrie-bener Weise gegürtet wird, mit Rauchwerk oder Hermelin ge-füttert ist und biö auf den Boden herabhängende Aermel hat.Diese wunderliche, weder schöne noch ehrbare Tracht ist gegen-wärtig von den jungen Florentinern angenommen worden, währenddie jungen Damen sich durch ganz formlose Aermel auszeichnen."
Auch von den jungen Mailändern klagt G alv a no Fiammaim Jahr 1340, daß sie „von den Spuren ihrer Vorfahren ab-wichen und sich in wunderliche Figuren umgestalteten; sie haben