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Palästina, jene pilgerten zu der Schwelle der Apostel, und Nie-mand wagte es, am Hofe zu erscheinen, der nicht aus eigenerAnschauung von den Gebräuchen verschiedener Völker erzählenkonnte.
Der Mönch Theodor ich verfertigte eine Chronik von Nor-wegen, etwa zu Beginn des zwölften Jahrhunderts. Gegen daöJahr 1300 schrieben Sweno Akeson und Saxo Gramm ati-cus, beide Gcheimschreibcr des Bischof Abölan, im Auftragedesselben eine Geschichte von Dänemark. Der erstere gibt einentrockenen Abriß von Thatsachen; der andere ist ein gewandterund sorgsamer Schriftsteller, bewahrt merkwürdige Ueberlieferun-gen, wenngleich ohne Rücksicht auf die Zcitfolge, ohne sichtendesUrtheil. Weniger reich noch sind die Schweden; bis zu Endedes 15. Jahrhunderts haben sie nichts als Sagen, daher darfman keine Genauigkeit in der Geschichte der drei Königreichesuchen. ES genügt zu wissen, daß an der Spitze eines jeden vonihnen ein König stand, dem daö nöthige Ansehen fehlte, um seineVasallen zur Folge zu veranlassen, der sich oft mit ihnen imKriege befand, und erhoben oder gestürzt wurde, nach dem Be-lieben von Parteien.
Dänemark. Estrithiden.
In Dänemark regierten die Nachkommen von Estrith, derNichte Harold Blatands. Einer der bemerkenSwerthestenunter ihnen warCanutIV (1080--1095), nicht weniger strengegegenüber seinem Volke als fügsam gegenüber der Geistlichkeit,der von seinen empörten Unterthanen in der Kirche ermordet, vonder Priesterschaft alö Protomärtprer Dänemarks heilig gesprochenwurde. Erich III, sein Bruder (1095), der längste und stärkstgebaute Mann seines Königreichs und der unterrichtctste Fürstseiner Zeit, wurde der Bessere zugenannt. Dem Rechte derKriegführung ohne Zustimmung der Stände entsagte er, rcisctenach Rom, um LanutS Heiligsprechung zu erlangen und er-reichte die Erhebung von Lund zum ErzbiSthum und zur Mutter-kirche des ganzen Nordens. Nachdem er sich zu einem Krcuzzugeverpflichtet, reisete er ab, trotzdem daß seine Unterthanen dendritten Theil ihres Vermögens für seine LoSsprechnng von demGelübde boten, starb indeß auf Kypern.
Nach langem Ringen zwischen mchrern Bewerbern behieltWaldemar der Große den Thron (1157). DaS Geschäft
Canlu, Weltgeschichte. VIII.