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Achter Band.
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seines ganzen Lebens bestand in der Bändigung der heidnischenWenden/ deren Heiligthum die Insel Rügen war/ deren See-räubereien die Ostsee und die Küsten von Dänemark beunruhig,ten. Schon Papst Eugen III hatte (1147) gegen sie einen Kreuzzugausgeschrieben von karger Wirkung. Rnn aber verband sich Wal-demar mit verschiedenen deutschen Fürsten/ und erkannte sichals Vasall Friedrich Barbarossa's / der ihm die Belehnungmit allen wendischen Ländern versprach. In dieser Weise ge,stützt/ eroberte er Rügen und pflanzte gewaltsam das Christenthumauf die Trümmer der Anbetung Swantovits (1168). Herthaging nicht mehr alljährlich aus geheimnißvollen Wäldern hervor,um sich im heiligen See zu baden*).

Unter seinem Sohne , Canut VI (1182), hatten sich dieDänen auf eine gleiche Stufe der Gesittung mit den übrigenVölkern Europa's geschwungen, Dank ihren häufigen Reisen undder Erziehung, welche ihre jungen Leute zu Paris empfingen.Lehengütcr durften in freies Eigenthum verwandelt werden/ so-bald der Besitzer dies wünschte. Im Verlaufe des fortgesetztenKriegcS gegen die Wenden unterwarf er Slavonien und empfingdie Huldigung der Städte Hamburg und Lübeck (1202). SeinNachfolger/ Waldemar II, durfte demnach den Titel annehmen:König der Dänen und Slaven / Herzog von Jütland und Herrvon Nord-Albingicn. Die Chronisten schreiben ihm nicht wenigerals 1400 Schiffe und 160,000 Krieger zu und an Einkünften:21/900 Last - zu 4000 Pfund — Getreide, 4745 Schiffpfund —zu 280 Pfund — Butter, 3285 Schiffpfund Honig, 9852 Ochsen,109,500 Hämmel, 73,000 Schweine und 319,000 Mark geprägtesGeld. Er bekriegte die Esthländcr, unterwarf sie, und entfaltetederzeit zum ersten Male das Banner mit dem weißen Kreuze imrothen Felde, Dancbrog genannt.

Die Grafschaft Schwerin sollte ihm aus der Erbschaft sei-ncs Schwiegervaters Gunzelin zufallen, allein dessen Bruder,Heinrich, machte ihm dieselbe streitig, kam, nicht stark genugzur offenen Gewalt, an seinen Hof, wußte sich durch VerrathWaldelnars und seines Sohnes auf der Jagd zu bemächtigenund brachte beide in eines seiner Schlösser (1223). Der Papsteiferte gegen diese Verletzung des Völkerrechts. Aber der Kaiserwollte davon Nutze» ziehen, forderte von Heinrich die Auslie-

o) Zrrthnmlick. Hertha war eine germanische, keine wendische Gottheit.Die Vcnedi des Tacilus sind keineswegs die Wenden des Mittelalters.