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ungestraft ließ, forderte er die Uebclthäter rücksichtslos vor seinenRichterstuhl; ferner baute er Festungen / legte Zölle an, ändertedas Gesetzbuch von Schonen ohne Zustimmung des Königü, ließden Throuscssel desselben vom Chöre entfernen, klagte ihn beimPapste der Gewaltthätigkeit an, verband sich mit dem Königevon Norwegen, berief ein Conzil nach Wedel, verkündete denErlaß, welcher nach seinen Eingangsworten: Oum eeelvsiallanicn, genannt und worin gesagt wird: daß die Kirche vonDänemark, unbcschützt durch den weltlichen Arm, der Verfolgungausgesetzt sei, daß das Königreich sofort dem Interdikt verfallen,von der kirchlichen Gemeinschaft ausgeschlossen werden solle, so.bald ein Bischof auf Befehl oder mit Wissen des Königö ange.halten, verletzt, gekränkt und das Verbrechen nicht innerhalbMonatsfrist gesühnt sei.
Das war eine Kriegserklärung. Der Erzbischof that Schritte,um die Erbfolgeordnung für den Thron umzustoßen; der Königließ ihn verhaften; die Bischöfe iinerdicirteu daö Reich, undChristoph wurde vergiftet (1259). Seine WittweMargarcthavon Pommern, wußte aber die Krone für ihren Sohn Erich VIk,Glipping, d. h. der Kurzsichtige, zu bewahren. Ihren NeffenAlbert, der da§ Hcrzoglhnm Schleswig eingenommen hatte,überzog sie mit Krieg, wurde aber mit sammt ihrem Sohne ge.fangen. Durch die Einmischung anderer Herren befreit, wurdesie eben so wie ihr Sohn excommuuicirt, weil sie vor dem Rieh.terstuhle deS päpstlichen Legaten nicht erscheinen wollen. Endlicherledigte sich der Streit im Concilium zu Lyon (1274). DerKönig zahlte gewisse Entschädigungen, verzichtete auf die Ein.setzung der Prälaten, auf die Heranziehung derselben zum Kriegs,die nste.
Auch der Adel erhob sich gegen den schwachen und unent.schlossenen Erich, und zwang ihn zur Unterzeichnung eines Ver.träges, in welchem die Rechte des Königthums eng begränzt wur-den. Bald darauf wurde er von dem Reichsmarschall St i g oAnderson ermordet, aus Rache für die Entehrung seiner Frau(1286). Weil die Mörder Schutz in Norwegen fanden, erklärteErich Vi>I diesem Königreiche den Krieg, und weil der Erzbi.schof von Lund sich weigerte, die Flüchtlinge zu excommunicircn,ließ er ihn verhaften, ihn mit Lumpen angethan auf einer Schind-mähre zum Gefängniß führen, alle Schcnkungsbricfe verbrennen,welche man in den Archive» fand. Bonifaz VIII zog Erkun.