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digungen über die Angelegenheit ein, sah sich nicht im Stande,sie auszugleichen, belegte das Reich mit dem Interdikt, wohersolche Verwirrungen entstanden, daß der König seinen Nackenbeugen mußte.
Die äußern und innern Kriege Erichs VIII übergehen wirmit Stillschweigen, um nur zu berichten, daß er die „Lehensge-setze von Esthland" verkündete, welche überall in den Besitzungender deutschen Herren Aufnahme fanden. Obschon sich sein BruderChristoph II durch einen Aufstand um das Land übel verdientgemacht hatte, wurde er ihm doch zum Nachfolger gegeben (1320),aber nur unter Verzichtleistung auf mehrere königliche Befugnisse,so des Rechtes, neue Abgaben aufzulegen, von denen und von seinerGerichtsbarkeit die Geistlichkeit befreit wurde; unter Verpflichtung,keinem Fremdlinge ein Lehen oder eine Pfründe zu geben, keinenKrieg ohne den Beirath der Stände zu führen, kein Gesetz zuverkünden, als in Uebereinstimmung mit den Landtagen, welchealljährlich berufen werden sollten. So wurde die Monarchiedurch die adeliche und kirchliche Aristokratie verstümmelt, ohnedaß Bürger und Bauern an der Abfassung der Gesetze Theilnahmen. Aber diese Zugeständnisse genügten nicht zur Begütigungder Geistlichen und Großen. Sie empörten sich, beraubten ihnalles Ansehens (1326) und das Reich wurde in sechs Herzogthü.mer getheilt: Schleswig, Jütland mit Fünen und den zugehört,gen Eilanden, Seeland und Langeland, Schonen, Halland, dieInsel Laland mit Esthland.
Wechsclöweise bekriegte man steh, bis Waldemar lV, SohnChristophs II, zum Könige ausgerufen wurde (1310). FürKampf und Verhandlung gleich geschickt, von fester Gesinnung,durch daS Unglück gebildet, erwarb er die verschiedenen Provinzenzurück, mit Ausnahme Esthlands, welches er den deutschen Ritternverkaufte, und offenbarte deutlich seine Absicht, die Rechte der Kronewieder in Anspruch zu nehmen, indem er in daS Heer eine strengeZucht, fremde Gebräuche und anderwärts bewährte Verbesserungeneinführte, und Steuern verfügte zur Einlösung dcS verpfändetenKronguts. Jütland erhob sich. AlS der König sah, daß manseine anfangs bewiesene Milde für Schwäche hielt, griff er zuden Waffen und blieb Sieger. Sogar veruneinigte und besiegteer den Bund der Hansestädte, welche eifersüchtig den dänischenAdel überwachten, der sich nach dem Beispiele der Normannen,seiner Ahnen, dem Handel gewidmet hatte. Sie bildeten darauf