Band 
Achter Band.
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und die menschlichen Ereignisse aus der nächsten Zeit zur Unter,läge zu machen, woraus erfolgt, daß jede der beiden Welten denReflex der andern bildet: Bcatrice ist die Dame seines Her.zenS und die göttliche Wissenschaft zugleich, ebenso wie die vierwahren Sterne die Cardinaltugcnden verbildlichen und die dreiSterne die theologischen.

Alle Künste der Form hatten sich im Tempel, im Dome ver-einigt, wie sie cS ursprünglich waren, ehe ihre Trennung ihrenindividuellen Ausdruck auf Kosten des allgemeinen verfeinerthatte; ebenso stellte Da nie die wahrhafte Epopöe wieder her, inwelcher die drei Elemente der Erzählung, Darstellung und Be-geisterung, die Aufschwünge der Einbildungskraft und die Unter-suchungen des Verstandes Raum finden sollten, wo er dem Ur-sprunge und Ende der Welt nahe treten , Himmel und Erde,Mensch, Engel, Dämon, das Dogma und die Legende, das Uner-gründliche, daS Ewige und Unendliche unter Zuziehung aller Er-kenntnisse seines Geistes und seiner Nation beschreiben könnte.Solchergestalt ward die „Göttliche Komödie" zu einem thcolo-zischen, moralischen, historischen, philosophischen, allegorischen,encyklopädischen Werke, dessen Stoffe jedoch so verarbeitet undgeordnet find, daß sich daraus für daS bürgerliche Leben heil-same Wahrheiten ergeben. Verirret im wüsten Walde der Lei-denschasten und der politischen Händel, wird der Dichter an derHand der in Virgil personifizieren Gelehrsamkeit und Philosophiedahin geführt, die positive Wahrheit der Theologie zu erkennen,verbildlicht in Beatrice, zu deren Anschauung, der höchsten Freudeseines Paradieses, er durch Züchtigung und Buße hindurch gc-langt.

An der Schwelle der Hölle begegnet er den Unglücklichen,die ohne Ruhm und ohne Schande lebten, ein stumpfer Haufe,aber klug genannt von der Zeit, die als einzige Tugend nur jenefeige Mäßigkeit kennen, deren Rathschläge davon abhalten, „Lebenzu haben". Weniger harte Strafen harren derjenigen, derenSünden persönlicher Art sind; in der Stadt Dite's aber trifftder Zorn GotteS schwer Alle, so ihren Nächsten wehe gethan.So werden in jener Welt die Missethaten durch Strafen abge-büßt, welche im Verhältnisse stehen zu dem Schaden, den sie dermenschlichen Gesellschaft bereiteten; und auf diesen sozialen Ge-danken beziehen sich, wie der näher Prüfende entdeckt, alle vomDichter aufgeworfenen und behandelten Fragen, wie die poltti-