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von Norwegen und ein gewisser Fürst von RaScia (Serbien),Verfälscher vcnetianischer Dukaten, werden nicht verschont. Ins-besondere heftig läßt er sich aus gegen die Capets, die er inihrem Ahnherrn verdammt, dem „Fleifcherssvhn Hugo," dessenNachkommenschaft „wenig taugte, aber doch nichts Uebels that."biö sie, nach Erlangung der Provence, „ihre Räubereien mitGewalt und Trug begann." Aus diesem Geschlechte ging Karlvon Valois hervor, ohne eine andere Waffe als die Lanze,mit welcher Juda kämpfte, so auch Philipp der Schöne, „dasUebel Frankreichs," der Christum aufs Neue in seinem Stellver-treter kreuzigt; darum wünscht sich auch der Dichter bald dieFreude zu haben, Zeuge zu sein der Rache, welche Gott sich vorbe-halten. An einer ander» Stelle ruft er Gottes gerechtes Gerichtherab auf den Stamm Albrechts von Oesterreich.
Es konnten auch die Mönche nicht leer ausgehen, deren Ab.tcicn zu Spelunken, deren Kutten zu „Säcken mit schlechtemMehl" geworden waren, anderseits aber preist das Gedicht amFeurigsten den heil. Thomas, den heil. FranziSkus, den heil. Do-minikus. ES ist darum auch sicherlich nur einem Wahn, vielmehreiner Laune zuzuschreiben, wenn zwei Schriftsteller der Gegen-wart, Foscolo und Rossetti, unsern Dichter zu einem Häre-siarchcn stempeln*). Dante, der mit so viel Bestimmtheit diekatholische Lehre formulirte **), der seine Verehrung von den„erhabenen Schlüsseln" klar auSsprach und glaubte, die HerrschaftRomS wäre von Gott angeordnet worden zur Kennzeichnung derkünftigen Größe der Stadt, welche der Sitz deS Nachfolgers deShl. PctruS. Freilich verhindert ihn dies nicht, im Sinne des Ghi-bclliömuS, dem er sich ergeben, und erfüllt von bitterm Groll gegenBonifaz VLIt, zu verfluchen die Prunklicbe der Prälaten, die„ihre Zelter mit ihren fliegenden Mänteln bedecken, so daß zweiThiere unter Einer Haut dahin ziehen," so wie den römischen
s) Der protestantische Geistliche Graul, der die Hölle ins Deutsche über-setzte (Leipz. 1843) will sonnenklar bewiesen haben, daß Dante von derkalhvl. Lehre sich lossagte und unverkennbar auf Luther hinwies!
*^) ^vete il veoeliio e l'miovo ll'estainonto81 pautor llella Oliiosa olio vi xuiäa;tzuesto vi a, vostro 8Llvame»to.
Zhr habt das alt' und neue TestamentUnd euren Kirchenhirten. der euch leite;
Genug zu eurem Heile — das bekannt!
Parad. V.