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Hof, wo „täglich Christus verschachert wird" (Parad. XXVH),„die raubgierigen Wölfe im Hirtengewand" (Jb.), welche, „dasie Gold und Siber auö ihrem Gott gemacht" (HölleXiX), „dieWelt in Trauer versetzten, indem sie die Guten niedertraten unddie Schlechten erhoben." Zwar pricS er die Greisin Mathilde,aber dem Kaiser Konstantin wußte er schlechten Dank dafür,daß er die römischen Päpste mir Landbesitz ausstattete, demRudolf von HabSburg, daß er ihnen denselben bestätigte;ebenso verwirft er auch den mit den Exeommunikationcn getrie-benen Mißbrauch, welche „bald hier, bald dort deü Brodes be-rauben, daö der barmherzige Vater Niemanden versagt." Darumerscheinen ihm dieselben auch keineswegs so tödtlich für die Seele,daß „die ewige Liebe nicht wieder heimsuchen" könnte den Be-reuenden (Fegf. I!I). Er gesellt Clemens V, den gesetzlosen,mit den abscheulichsten Thaten befleckten Hirten (Hölle XIX),Simon, dem Magiker, zu, um Bonifaz VIII zu erwarten,neun Mal erhebt er seine Stimme gegen diesen Papst, der „uner-sättlich nach Gütern, um derentwillen er nicht fürchtete, durchTrug der heiligen Kirche sich zu bemächtigen und dann sie zumißhandeln, der den Nuheort Pctri in eine Schmutz- und Blutlacheverwandelt, in welcher der Dämon sich wälzt" (Parad. XXV11);alles dies ist aber, weil die Christen theils zur Rechten, theils zurLinken sitzen, die mit den Schlüsseln bezeichneten Banner widerGetaufte entfaltet, die Siegel mit Petri Bild für käufliche undlügnerische Privilegien mißbraucht werden (Parad. XXVtt).
Die Heilung aller dieser Uebel erwartete er von den Kaisern,die er aufforderte, seinem Haß und seiner Liebe zu Hülfe zu kom-men; er bot daher alle seine Kraft auf, ihr Ansehen wieder zurGeltung zu bringen; in den tiefsten Grund der Hölle verwciSler die Mörder deö ersten Cäsar, den kaiserlichen Adler aber aufden Gipfel deS Paradieses; er schrieb sogar ein besonderes Buch„Ueber die Monarchie". Ausschließlich die Kümmernisse inS Augefassend, welche die Uneinigkeit der beiden Gewalten über dieChristenheit heraufbeschwor, war er der Meinung, es bedürfe,um zum Fortschritt zu gelangen, des Friedenö unter der Führungeines Monarchen, der allein Richter wäre über die Dinge dieserErde, während der Papst sich mit alle dem befasse, was das ewigeHeil angeht. Sobald ein Einziger Herr über alles ist, so ver-schwindet auch die Habsucht, die Wurzel aller Uebel, und Liebeund Freiheit erscheinen wieder. Diese Univcrsalmonarchie erblickt