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von sich selber vergessen gesehen hätte*). Dieser besang im lieb-lichsten Wohllaut die zarteste der Leidenschaften, jener nur diestarken heftigen, „Feierlichkeit und Würde hinter sich werfend",wie ihm Ta sso vorwirft, „harte rauhe Verse" für geeignet hal-tend, um der Lehre, die er verbergen wollte, als Schleier zudienen, und selbst wo er von Liebe spricht, seine Geliebte inSParadies versetzend. Petrarca dichtet zierlich und fein, wieer sprach. Dante, rauh und düster, läßt sich niemals vom VerS-maße beherrschen, sondern setzt sich mit demselben und dem Reimegleichsam auf den bequemsten Fuß, verändert deshalb den Sinnder Worte und entlehnt solche anderen Sprachen**). Der eine wieder andere besaßen alle Kenntnisse, die man in ihrer Zeit habenkonnte und namentlich wollte mau von ihnen behaupten, sie hät-ten spätere Erfindungen geahnt: Dante indessen kannte die grie-chischen Klassiker kaum dem Namen nach und die lateinischenwenig befferf). Petrarca war der gelehrteste und belesenste Mannseiner Zeit und entlehnte Fremden und Einheimischen, was er
Gesänge der großen Dichter fast für nichts geschätzt wurden, und er-kannte, daß die hochherzigen Männer, um derentwillen in der guten Zeitdiese Dinge geschrieben wurden, die sreicn Künste leider Plebejischen Hän-den überlassen hatten: da warf ich die bescheidene Leier, mit der ich michausgerüstet, bei Seite und stimmte eine andere an, die sich schickt fürdas Ohr der neueren; weil eine kräftige Speise wird vergeblich darge-boten dem Munde, der noch nicht säugen gelernt. Nachdem er so ge-redet, fügte er liebevoll hinzu, ich möge, hielte ich es für nöthig, demWerke einige kleine Glossen hinzufügen und dann möchte ich es euch zu-schicken."
6) Ineptias guas Omnibus, ct milli guogue si tiooat lAnotas velim. 8ei>il.XIII. 10. — ltantlea, guorum Iiuäis xuäet ae xwnitet. kirmil. VIII. 3.
Sein anonymer Erklärer sagt: Er habe Dante sagen hören, daß er sichniemals vom Reime habe nöthigen lassen, etwas zu sagen, was nicht inseiner Absicht gelegen hätte, aber sehr häufig habe er in seinen Reimenden Worten einen andern als den gebräuchlichen Sinn untergelegt.
k) Abgesehen davon, daß man dies schon aus seinem Schweigen darüberfolgern kann, geht dies auch aus seiner verwirrten Darstellung im vier-ten Gesang der Hölle hervor. An einer andern Stelle bezeichnet er alsdie „erhabensten Prosaisten" Livius, Plinins, Frontinus, Paulus Oro-sius. Zm Fegseuer, VI, 49, läßt er die Araber mit Hannibal nach Ita-lien stimmen, rc.