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Redner/ von Brunetto Latini/ die lieblichen Lebensbeschrei-bungen der heiligen Vater der Wüste, Sallust, fälschlich demBruder Bartolomeo di Sän Concordio zugeschrieben,Seneca's Briefe, der arme Guerin (Ne8ellino), das LebenBarlaams, die Legende vom jungen Tobias u. a. m., alle sichmehr oder weniger auszeichnend durch die unvergleichliche/ natür-liche Anmuth der toSkanischen Zunge.
Pier Creöcenzi (1230)/ „Bologna verlassend in Folgeder Parteiungen, durchwanderte 30 Jahre lang die verschiedenenProvinzen, indem er den Rectoren treue und redliche Rathschlägeertheilte und sich nach Kräften bemühte, die Bürger zu einemfriedlichen und ruhigen Verhalten zu bewegen. Er durchforschteviele Bücher, alte und neue, und die verschiedenen Weisen derBebauung des Bodens beobachtete und kannte er." Alö er dannwieder heimkehren durfte, schrieb er, als 70jähriger Greis, überdie „Nützlichkeit deS Landlebens" (Iltilitn stelln vliln) und wid-mete sein Buch dem Könige von Neapel Karl II. Im Aufstellenvon Theorien verliert er sich in peripatctische Phantasien, aber alserfahrner Mann gibt er praktisch bewährte Vorschriften. Esscheint, daß er lateinisch schrieb, aber bald einen florenrinischenUebcrsetzcr fand, durch welchen glücklichen Umstand er gelesenwurde und unvergessen blieb, so daß sogar Linnöe ihm zu Ehreneiner amerikanischen Pflanze seinen Namen gab.
Boccaccio. t313—73.
Waö überhaupt die bessern unter den Schriftstellern des 14.Jahrhunderts (Trecentiften) auszeichnet, daS ist ihr im allge-meinen richtige, der ursprünglichen Bedeutung gemäße Gebrauchder Worte, ihre Aufrichtigkeit und Natürlichkeit, die Anmuth,die keiner fremden Zuthat bedarf um anzuziehen. Namentlichzeichneten sich durch diese Eigenschaften die Geschichtschreiber aus,von denen wir bald reden werden, aber ihre Prosa war unterdem Gesichtspunkte der Kunst noch nicht vollends ausgebildet;dieses geschah durch Giovanni Boccaccio. Dieser war deruneheliche Sproß eines Mannes aus Certaldo, der ihn anfänglichzur Handelschaft bestimmte und sich von ihm auf seinen GeschäftS-reisen begleiten ließ, bis er, seine Neigung zu liierarischen Stu-dien erkennend, ihn der Leitung eines tüchtigen Gelehrten über-gab. Mehr aber lernte der Jüngling in der Schule von Virgil,Horaz und namentlich Dante, „mein Meister, meine Leuchte —
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