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Achter Band.
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latuö, der Landesgenosse und Schüler jenes Mönches, wohntezu Florenz in Boccaccio's Hause und ward von diesem zurUeberseyung Homers angeregt, der, wie wir schon gesagt, mitgroßen Kosten ein Exemplar des großen Epikers kommen ließund zuerst der griechischen Sprachkundc eine bleibende Stätte inItalien bereitete, indem er seine Vaterstadt bewog, einen Lehr-stuhl der griechischen Sprache für seinen Lehrer zu errichten.

Manuel Krysolaraö, der als Orator des Kaisers Ema-nue l nach Florenz kam (1390), lehrte in dieser Stadt erfolgrei-cher alö irgendwo anders; ihm folgten eine Menge Griechen, ausihrem Vaterlandc vertrieben durch die sich ausbreitende moslemi-sche Herrschaft. So kamen TbeodoroS Gaza auS Thcssalonich,sodann Giorgios von Trapczunt, JoanneS ArgyropuloS,Dcmetrios KalkondylaS, der königlichem Blute entsprosseneJoanneS LaSkariS. Dieser Gelehrten ganzes Bcsitzthum bestandeben in ihrer Kenntniß der griechischen Klassiker und so war esnatürlich, daß sie deren Bedeutung übertrieben und alles, waösich nicht darauf bezog, für barbarisch erklärten, sogar das Latci-uischc verachteten. In solcher Weise folgte nun dem Jahrhundertdes geistigen Schaffens das der Grammatiker und Rhetoren.

Männer von wirklicherem Verdienste fanden sich bei demConzile von Florenz ein, wo tiefgehende platonische Diskussionensich entspannen; der zum Cardinal ernannte Bcssarion ließ sichin Italien nieder, eröffnete den auswandernden Griechen eineZuflucht und erweckte das Interesse für Plato, der von Gior.gios Gcmistioü Plethon zu Florenz erklärt, von einer eigenszu diesem Behufe gegründeten Akademie studirc wurde. Der Ca-maldulenscrmönch AmbrosiuS fand Anfangs 1400 zu MantuaKnaben und Mädchen, die im Griechischen unterrichtet waren,und die achtjährige Tochter dcö Markgrafen verstand die Gram.matik dieser Sprache*).

Der erste öffentliche Lehrstuhl der römischen Literatur inItalien ward von Johann von Ravenna, dem Schüler P c-irarca's, errichtet (1397) und bereits beschäftigten sich ira-lienische Literacoren mit der Aufsuchung sowohl alö NachahmungVerlorner Handschriften, so daß man sagen darf, in Italien undvon Italienern seien alle Klassiker gewissermaßen entdeckt worden.Petrarca fand zu Arezzo Bruchstücke von Quintilian, einige

*) lu Oäox»r.