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So kam es, daß dieses kleine/ nächst der Bibel zumeist undin wenigstens 1800 Ausgaben verbreitete Buch das Schicksal Ho.mer'S halte. Bis jetzt erreicht noch keine der zahllosen Ueber,setzungen die kraftvolle Kürze des lateinischen Textes / der beialler Jncorrektheit mit jenen trotz ihrer Steifheit schönen/ über.aus lieblichen Heiligenstatuen zu vergleichen/ die man auf dieGräber setzte. Und sogar jene Ungewißheit über den Verfasserkommt ihm zu Statten / denn nun tritt die Individualität gänzlichzurück und cS bleibt nur das Herz / das Gefühl in diesem Ge.spräche der Seele mit ihrem Schöpfer/ ohne Vermittlung derPropheten/ der Theologen, der Kirche. Aus einer Zeit, die ganzvom Streite bewegt war/ ist doch LaS Buch ohne eine Spur vonPolemik/ höchstens enthält cö einige leise Klagen über die Leidender Zeit, verbunden mit dem Rathe, ihnen zu entgehen durch dasZurückziehen in eine riefe Einsamkeit/ welche gestatte/ auf dasWort deü Herrn zu lauschen. Und die Nachahmung Christi isteine stufenweise Hinsührung zu diesem Ziele vermittelst der Ent-haltsamkeit/ der ASkese, des Verkehrs und endlich der Vereinigungmit Gott. Dieses stufenweise Fortschreiten hat der Verfasser demVolke in der Sprache des Klosters dargelegt, und so ward zueinem Volksbuche das asketische Werk eines Mönches.
Philosophie.
In den Schulen inzwischen fuhr man noch fort zu kämpfenunter den alten Bannern des Aristoteles und Plato, der Unter,suchung und deS Enthusiasmus, des Syllogiöm und der Begeiste-
zugeschrieben worden; aber die geschickten Paläographen Daunou undHase verweisen dieselbe ins 15. Jahrhundert. Galeani Napioneund de Gregory (Nein. sur le vevitable nutvur äo l'Iinitatioii, revnpar le evmte I/an) ulnais, Paris 1827; deutsch von Weigl, Sulz-bach 1832, und von demselben Uistoive <Iu livvo cke ^Imitation «Is ck.Oliv., et äs sän veritable uuteur, Paris 1843) erklären sich sür denAbt Gersen; während Gence (viouvellss consilierations bist. eteint. sur lauteuv et le livve äe l'Imitation äe ck. Oliv., Paris 1826) dieAutorschaft dem Kanzler Gerson zuschreibt- Gence hält das Manuskriptvon Mölec von 1421 für das älteste. Onesime Leroy behauptete imJahr 1837, er habe den ursprünglichen französischen Terr zu Valencien-nes entdeckt. Zu vergleichen: „Silbe r t, Gersen, Gerson und KempiS undist einer von diesen dreien und welcher ist der Bersaffcr von der „Nach-folge Christi"? Wien 1828. Die neuesten Untersuchungen sprachen jedochfür Thomas ». Kempen.