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bekannte sich zur Moral des Portikus und der Akademie, zurPolitik von Sparta, erblickte sogar in den olympischen Götterneine symbolische Personisicanon der Eigenschaften KotteS. SeinBuch üo y Intoniere nttjiio Äri^totelie«; ftlülosoyltiw stissorentinverwickelte ihn in Streit mit den Arisiotelikern, namentlich mitTheodor Gaza und GenadiuS, welch letzterer die damaligenPlatoniker geradezu für Feinde des Christenthums erklärte. Derzum Schiedsrichter aufgerufene Bessarion wies nach, daßPlcthon in seinen Aufstellungen zu weit gegangen war; aberGeorg von Trapez unt aus Kreta, Verfasser oberflächlicherUcbcrsctzungen, schleuderte gegen den Cardinal eine rohe, aberunbedeutende Schmähschrift. * *
Pieo della Mirandola. 1463—94.
Dieser alexandrinische PlatoniSmus verstand sich leicht mit derKabbala, welche eine starke Stütze fand an Pico della Mt-randola, Sohn des Herzogs Francesco della Mirandola undGrafen von Concordi. Dieser Phönix der Schöngeister setzteschon als Jüngling ganz Italien durch sein ungeheures Gedächt-niß in Erstaunen. Die Jahre, welche er an das Studium derScholastik, „dieser leichten und eitlen Kunst", gesetzt, beklagte erals verloren, und überzeugt, daß Aristoteles und Plato im Grundewenig von einander abweichen*), unternahm er eine Vcrglcichungund Vereinigung ihrer Doktrinen. Dabei ging er von der An-sicht auS, daß Plato seine Weisheit den Orientalen entlehnt habeund versenkte sich in das Studium derselben, insbesondere derKabbalisten, und diesen Quellen entnahm er die meisten der neunhundert Thesen über die Logik, Ethik, Physik, Metaphysik, Theo-logie, Magie, die er zu Rom aufstellte unter dem Erbieten, siezu vertheidigen, vorbehaltlich der Autorität der Kirche. Trotzdieses Vorbehalts aber erregten einige dieser Thesen ein so gro-
Der Brief ist voll platonischer Ideen über die Weltordnnng rc., die Ge-fangenschaft im Körper rc, von Christus und dem Glauben keine Spur.Sogar von der Kanzel herab forderte er zum Studium des „göttlichen"Plato auf, ja er suchte Stellen aus demselben in die kirchlichen Offizieneinzuführen.
*) tzui -tristotclein llissentire a Platane existimant, a ms ipso üissen-tiunt, gut eoncor«Iem utriusgne tacia pliilosoxliiain. De ento et una,Drittem.