Band 
Achter Band.
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entgegen. Al Mariens ans Bene bei Chart«, Lehrer der Theo-logte zu PariS und sein Schüler David v. Dinant hatten dieMystik in ein System gebracht, und um 1216 predigte dann Ort.lieb im Sinne der neuen Lehre zu Straßburg, derselben vieleAnhänger gewinnend, die nach ihm Orrliebincr genannt wurden;diese aber verfielen, wie die Schule Almarichs überhaupt als„Bruder des freien Geistes" in den Pantheismus und wurden alsHäretiker betrachtet.

Eckart (1270—1329) und die deutschen Mystiker.

Ihre Lehren reinigte der Dominikaner Eckart, indem ersie in der Volkssprache vortrug, in glühender und begeisterter,aber seltsamer Weise; er selber sagte von seinen Lehren, daß siedem, was alle Meister lehrten, entgegen wären, sowie denn auchzu Köln, wo er seine spätere LcbcnSzeit.verbrachtc, ErzbischofHeinrich v. Vioncnburg ihn der Ketzerei anklagte undPapst Johann XXL! nach seinem Tode mehrere seiner mit derLehre der Beghardcn übereinstimmenden Sätze verdammte. Dessenungeachtet stiftete er eine eben so bedeutungsvolle als ehrwürdigeSchule, die um so leichter Eingang gewann, als daS Elend derZeit die Gemüther für die contcmplative Frömmigkeit vorbereitet,den Sinn der Menschen mehr erschlossen hatte für das Erkennender Hand Gottes. So wurden seine Predigten, sowie die desJoh. Tauler ((290—1361), der darauf hinwies, „daß derMensch seinen Grund, Gemüth, Herz und Seele also lauter undrein bereiten und behalten soll, daß Gott darin mög' seine Werkewirken und seine Lust und Freude daran haben", wie der Heraus,gcber seiner Predigten so schön wie treffend sagt, des HeinrichSuso oder Scusc (1295—1365), alS Dominikaner den Kloster,namen Amandus führend, des Augustiners Joh. NuySbroeckund Anderer — namentlich am Obcrrhcin gerne gehört, und esbildeten sich von Straßburg ausgehend die Genossenschaften der„Gottesfrcunde", welche nicht blos asketischen Uebungen sich wid-meten, sondern auch in metaphystsch-mystischer Weise spekulirtcnund die ersten Schritte thaten, um die Schranke zwischen Glau.bcn und Wissen zu entfernen, das Endliche mit dem Unendlichenzu versöhnen*).

) Mit den deutsch,» Mystikern steht in einem gewissen Zusammenhange derberühmte Wanderhrediger der Mindcrbrnder Bert hold von Regens-