Band 
Achter Band.
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Eine Art von Mnemonik oder Gedächtnißkunsi verfaßte imJahr 1491 Pielro Tommai von Navcnna*). Diese Darle-gung seiner Methode ist so dunkel und schwierig wie nur mög-

*) PIiMiilx, sive »ä rrotilloialsm memooiam oompaorrnilam brovi« guielemet tavilis, «ecl re ipsu et stuelio «omprakatk» itttroüucti«.

bürg (mit seinem Familiennamen Lech oder LechS, ch 13. Dezember1272 nud wahrscheinlich in Regensbnrg begraben; als GebnrtSort wirdRegensbnrg, Augsburg, Wintcrchur angegeben), über den Ottokar vonHorneck in seiner Rhcimchronik sagt: „vor minnor prueiler viilenbot ernvxon einen man — äem luret Kot getan gnaäen genoe —r4n pleklieker ebnnst wäre er eblnoe — man jaoli auoll, >!ar er »rareain gar gnut xreäixaere eliristenlieber Irr?' Von diesen» Wandcr-prediger ist uns vieles erhalten und von manchen seiner Predigten wirdes auf den ersten Blick begreiflich, daß sie einen so großen Eindruck ge-macht haben (Vergl. Brühl, Geschichte der deutschen Literatur, S.51).Sein Lehrer war der Minoritenbruder Dav id v, Augsburg, den wirnebst Hermann v, Fritzlar und Nikolaus v. Straß bürg hiernur nennen können; über alle diese siehe Ar. Pfeiffers „DeutscheMystiker des 14. Jahrhunderts", Bd. 1, Stuttgart 1845; ferner sind zuvergleichen Ad. Helferich, die christliche Mystik in ihrer Entwicklungund in ihren Denkmalen, Theil 1, Gotha 1842; II». Engelhart, Ri-chard von St. Viktor und Joh, Ruysbroek, zur Geschichte der mystischenTheologie, Erl. 1838. Sehr wichtig für die Kenntniß der mystischenTheologie, obgleich der Protestantismus des Verfassers sich nicht vcrläug-net, ist 0,-. C. Schmidt, Joh. Taulcr von Srraßbnrg, Beitrag zurGeschichte der Mystik und des religiösen Lebens im 14. Jahrhundert,Hamburg 1841. Hier heißt es über Tauler, dessen „ArmcS LebenEhristi" seines Vorgängers Thomas v. Kempen berühmtes Buch anTiefe übertrifft; — „Großen Einfluß auf ihn hatten Meister Ekhartund Nikolaus v. Straßburg, noch großem Einfluß Nikolausv. Basel, der im Obcrlande an der Spitze der häretischen Gottesfreuudestand und gegen Ende des 14, Jahrhunderts als Ketzer in Frankreichverbrannt wurde. Weil ihm der Kaiser und die ihn begleitenden Bi-schöfe das Schreiben verboten, verließ er Srraßbnrg und begab sich indas ihm schon früher theure Köln, wo er zahlreiche Geistesverwandteantraf. Er predigte in der Kirche des Klosters zu St. Gertrud. Wirfinden ihn erst im Jahr 1381 als Sterbenden in seiner Vaterstadt »nie-der. Auf jeder Seite seiner Predigten spricht sich eine tiefe Wehmuthüber die Zerrissenheit des damaligen Lebens ans. Man hat sehr oftbehauptet, Tanlers Predigten seien ursprünglich lateinisch gehalten, oderdoch wenigstens geschrieben »norden. Es kann aber keinem Zweifel unter-werfen sein, daß Taulcr deutsch gepredigt und daß diese Sprache dieUrsprache sämmtlicher Predigten ist, welche wir noch von ihm besitzen.