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ConzilS, der nach seinem Tode im Jahr 1454 das Epitaphium er-hielt : Hie 8tupor e«t iminsti, <jui scibile äiseutit omno.
Joh. Renchlm 1455—1522.
Aus Ficino und Pico schöpfte die platonischen IdeenJohann Rruchlin und verbreitete sie dann in Deutschland.Er kam, zu Pforzheim geboren, mit dem Prinzen Friedrich vonBaden, nachmaligem Bischof von Utrecht, nach PariS 1473,studirte das Griechische unter griechischen Professoren und unterJoh. Wesscl die AnfangSgründe der hebräischen Sprache. VonParis kam er nach Basel 1474, wo er den Griechen Androni-koS Koutoblankas und dle griechischen Bücher, welche Cu.sanus hingebracht hatte, benutzte, zuerst unter den Deutschen diegriechische Sprache lehrte und sein lateinisches Lexikon (Basel1480) ausarbeitete. Er konnte (sto arte eul)bnli.«tier>, Basel 1480)von sich sagen : I-Igo prinuis mnwinm geu-cn in <lermn»i-.un rastuxivl ^rimii« omnium eccivsirv univvrsrUi nrtein et stustin «erinn-ni8 ebiniei coinlon-n i et trnclisti. (la-n o 8j)6io ino non bru^tin8peinre, pvslvritntein eeclosin^tienui ineritis mei8 futurum n»ninArutnui. Von Basel ging er nach OrlcanS, um die Rechte zuftudiren, arbeitete an seiner griechischen Grammatik (Orleans1478), setzte sodan» diese RechtSstudien zu PoitierS fort,' wo erzugleich als Lehrer der alten Literatur auftrat und begleitete imJahr 1478 den Herzog Eberhard den Bärtigen nach Rom.Auf dieser Reise kam er zu Florenz mit Demetrio 6 Chalcon-dylas, M. Ficin, G. Vespueci, A. Poliziano, Picodella Mrrandola zusammen und erhielt von Ermolao Bar-baro den griechischen Namen Kapnio. Die Gewandtheit undEleganz, mit welcher er vor dem gelehrten Argyrophylos inFlorenz disputirte und griechische Klassiker interpretirte, setztediesen in solches Erstaunen, daß er mit einem aus Verwunderung,Beschämung und Eifersucht gemischten Tone ausrief: Die Musensind bereits über die Alpen entflohenNach Beendigung dieserReise ging Reuchlin als Gesandter Eberhards wieder an denHof Friedrichs LH und wurde von diesem 1492 in den Adel-stand, zu einem eome« pulutinus erhoben und reichlich beschenkt.Hier begannen dann auch seine Beziehungen zu gelehrten Juden,die seinen wissenschaftlichen Eifer und seine Vorliebe für anti-quarischc und philologische Studien in eine falsche Richtung zubringen suchten. Nach dem Tode Eberhards 1 in Diensten