Band 
Achter Band.
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Ankunft Karls von ValoiS) kam mir, Dino, ein heiliger undredlicher Gedanke, indem ich mir sagte: Dieser Herr kommt undfindet alle Bürger getheilt und daher wird ein großes Aergernißentstehen. Ich dachte, auf Grund des AmteS, welches ich bcklei-dete und mittelst des guten Willens, den ich bei meinen Gefähr-ten bemerkte, möglichst viele gute Bürger in der Kirche vonSt. Giovanni zu vereinen; und das that ich, und alle Aemterfanden steh dort ein; und zur günstigen Zeit sprach ich: theureund tapfere Mitbürger, die ihr alle gemeinsam die Täufe andiesem heiligen Quell empfangen habt; die Vernunft zwingt undverpflichtet, euch einander wie theure Bruder zu lieben; undmehr noch, weil ihr die edelste Stadt der Welt besitzt. ES istunter euch einige Aufregung durch den Wetteifer der Aemterentstanden, welche indeß, wie ihr wißt, meine Gefährten und ichuns eidlich verpflichtet haben, zu theilen. Dieser Herr wirdkommen und eS ziemt sich, ihm Ehre zu erweise». Werft eurenHaß von euch, macht Frieden unter euch, damit er euch nichtgetheilt finde. Vergcßt alle Beleidigungen und die bösen Gesin-nungen, welche bis hicher unter euch bestanden haben. Laßt sieverziehen und ausgelöscht sein aus Liebe zu eurer Stadt und umihres Wohls willen. Und an diesem geheiligten Bronn, wo ihrdie heilige Taufe empfangen habt, schwört euch einen guten undvollkommenen Frieden, damit der Herr, welcher kommt, euch ver-einigt finde. — Bei diesen Worten versöhnten sich alle, und daSthaten sie, indem sie daS Buch körperlich berührten, und schworen,sich guten Frieden zu erhalten und die Ehren und die Gerichts-barkeit der Stadt zu bewahren. Und dies gethan, verließen wirden Ort. Aber die schlechten Bürger, welche sich ergriffen gc-zeigt, daS Buch mit Thränen geküßt, und überhaupt am Eifer-vollsten sich benommen hatten, waren dann am meisten versessenauf die Zerstörung der Stadt, doch will ich aus Rücksicht ihreNamen verschweigen. Die verderbliche Pläne hegten, sagten,der menschenfreundliche Friede sei arglistig herbeigeführt worden;aber wenn durch Worte ein Trug geübt worden, so trage ichdie Schuld davon, obgleich die gute Absicht keinen schlimmenEntgelt verdient. Ich habe gar viel Thränen vergossen wegendieses SchwurS, da ich bedachte, wie viele Seelen durch ihreBosheit dadurch zu Grunde gegangen."

Seine glühende Friedensliebe flößt nicht selten seiner Schreib-art eine große Energie ein. „Erhebt euch — so ruft er aus —