Band 
Achter Band.
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sehr milder Eigenschaften und von guter Unterhaltung/ er hattegroße Gewissenhaftigkeit und fürchtete Gott sehr. Auch liebte erdie Wissenschaften und ergab sich viel dem Lesen von Büchernund Geschichten/ und obgleich ein so guter Ritter alS irgend einerund von großer Besonnenheit im Verkehr mit der Welt . war erdoch von Natur der Gelehrsamkeit ergeben/ und verbrachte einengroßen Theil seiner Zeit damit/ nicht Gesetzbücher/ sondern phi.losophische und geschichtliche zu lesen und zu studiren. Durch ihnsind viele Bücher jetzt in Castilien bekannt geworden/ welche zu.vor nicht gekannt waren/ alS TituS LiviuS/ ferner der Fall derFürsien (Boccaz)/ die Sittenlehrc des heil. Gregor/ Isidor vomhöchsten Gut/ Boethius und die Geschichte von Troja (Guido deColonna). Er verfaßte die Geschichte von Castilien/ vom KönigeDon Pedro bis zum Könige Don Enrique/ und schrieb ein gutesBuch über die Jägerei/ welche er sehr liebte/ und ein andereS/genannt Hofreime (Rimado de Polacio)." Durch die Ueber,setzung des LiviuS hat er unstreitig seinem Vatcrlande einen wich.tigen Dienst geleistet. Auch hat er hierdurch sich selbst einen nichtgeringen Dienst erwiese-/ weil die Vertrautheit mit LiviuS ihnfür die Aufgabe des Schreibens der Chronik befähigte/ welcheihm jetzt alS Hauptauszeichnung und Verdienst gilt. Sie fängt1350 an/ wo die Chronik AlphonS H endigte und geht biszum sechsten NegierungSjahr Heinrichslll oder bis 1396/undsie ist eS/ welche die ersten zuverlässigen Quellen für die Geschichteseines Vaterlandes liefert. Für ein solches Unternehmen warAyala besonders wohl geeignet. Zu seiner Zeit war die spa.Nische Prosa schon beträchtlich entwickelt. Er war überdies einGelehrter/ und für die Zeit/ in der er lebte / ein bedeutender;waS aber noch wichtiger ist als diese beiden Umstände/ er warauS eigener Erfahrung mit dem Gange der Slaatsgeschäfle wäh.rend der scchsundvicrzig Jahre / welche seine Chronik umfaßt/völlig vertraut. Von allem diesem finden sich Spuren in seinemWerke. Sein Styl ist nicht / wie der der ältesten Chroniken,schrciber/ voll von reicher Lebendigkeit und Freiheit; ohne jedochübersorgfältig ausgearbeitet zu sein / ist er einfach und geschäfts-mäßig/ während er/ um ein ernsteres/ wo nicht gar wahrhaftigerscheinendes Aussehen dem Ganzen zu gebe«/ den LiviuS nach.ahmend/ in den Lauf der Erzählung Reden und Briefe einge.schoben hat/ welche die Gefühle und Meinungen der Haupthan-