Band 
Achter Band.
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Die zahlreichen Zeitbücher, Stadt- und Klostcrchroniken des12. biS 14. Jahrhunderts übergehend, heben wir nur die nieder-deutsche Lübecker Chronik und das für Sittengeschichte so wich-tige Limburger Zeitbuch hervor. Jene geht von 1110 bis 1482und ist theilweise vonDethmar, Franziskaner zu Lübeck (f 1395),diese hauptsächlich vom Limburger Stadtschreiber TillmannEmmel (si 1400), dann vom Stadtschreiber Joh. GenSbein,dem Kanonikus G.Emmel, Ad. Emmel verfaßt; endlich nahmder Dechant Joh. Mechtel daS von 1336 bis 1461 ausgcarbei-tcte Stück in seine Limburger Chronik« 909—1610 auf. Diemittelalterlichen Geschichtswerke haben fast alle einen Werth, wennauch nicht an und für sich, so doch dadurch, daß wir aus ihnenmittelbar auf dem Wege der Kritik die Vergangenheit kennenlernen. Viele dieser Arbeiten fallen durch eine große Oertlich-keit und Enge auf. Pertz sagt: „Die Bemerkungen sind meistenskurz, durch die Lage oder ein Zeichen auf das Jahr rcdnzirt.Unwissende oder schlechte Schreiber lösen einander nach dem Wech-sel der Zeilen ab. Sehr viele Jahre, in welchen nichts Merk-würdiges vorfiel, sind ganz ohne Bemerkung. Auf die Geschichteder Kirche oder des Klosters, wo die Jahrbücher entstanden, wirdam meisten Rücksicht genommen. Weihungcn der Bischöfe, Acbte,Mönche, Thronfolge und Kriege der Fürsten, Schenkungen anöKloster und was derart den Schreiber berührte, werden einfachaufgeführt, ohne daß sich auch nur das geringste Erfordernd ge-schichtlicher Kunst fände." Ueber die s. g. Welt- und Kaiser,chronikcn sagt Waitz: „Von Kritik und Urtheil ist hier wenigzu merken; die meisten begnügen sich abzuschreiben, was sie finden,zu compiliren so viel sie können; wohl von der Belcsenheit derVerfasser, aber von ihrer Auffassung, von rechter Anlage oder ge-schichtlicher Auffassung können wir selten sprechen. Sie schließensich der Einthcilung der Geschichte in die sechs Zeitalter an, dieJsidor und Beda festgesetzt haben, einen wettern Unterschiedzwischen Alterthum und Mittelalter heben sie nicht hervor, höch-stens daß sie mit Christi Geburt einen Abschnitt machen; danngehen römische und deutsche Geschichte Hand in Hand und jenepflegt zu überwiegen; kaum daß man in diesen Jahren merkt,einen deutschen Chronisten vor sich zu haben; in Spanien undKonstantinopel könnte er nicht eben anders schreiben. Erst wodie Verfasser der eignen Zeit sich nähern, werden sie sich ihresStandpunktes bewußt und führen nun, aus eigener Kenntniß,