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Seeschlacht die Könige von Aragonicn und Navarra, der Infamvon Castilien und viele Ritter von den Genuesern zu Gesänge»ncn gemacht wurden). Am beliebtesten war die „Sprüchwörter.sammlung", die er auf Verlangen Johanns II für die Erzie-hung seines Sohnes, nachherigcn Heinrichs IV, machte. „DieseSammlung enthält hundert gereimte Sätze, jeder meist für einSprüchworr, und geht daher unter dem Namen des „Redchunderls(Oentiloljuio)", Die Sprüchwörter selbst sind unstreitig der un-geschriebenen VolksweiSheit entnommen, in denen Spanien, dasGränzland morgcnländischcr Bildung, von jeher allen andernLändern vorausgegangen ist; jedoch nähert sich die gesammte Hal-tung der Schrift, sowie viele Auösvrüche derselben, mehr dersalomonischen Weisheit und dem Neuen Testamente. Diese Spruch-wörter hatten theilweise vielleicht auch, weil sie für den Thron-erben bestimmt waren, großen Erfolg, wie dies die vielen altenHandschriften bezeugen, welche noch immer von ihnen vorhandensind. Auch wurden sie schon 1496 gedruckt. Von dichterischemWerthe sind sie nicht, und werben für unS nur dadurch anziehend,daß sie die älteste Sprüchwörtersammlung neuerer Zeit sind, wiedurch den Zweck, zu welchem sie gemacht wurden. — Der Rufdes Markgrafen v. Santillana breitete sich gegen Ende seinesLebens sehr aus. Juan dc Mena sagt, daß aus fremden Län-dern Leute gekommen seien, um ihn zu sehen, und der jungeConnetable von Portugal begehrte Santillana'6 Gedichte,welche dieser, von einem einleitenden Briefe begleitet, um dasJahr 1455 ihm sendete. Dieses Schriftchcn über die Dichtkunstenthält Nachrichten über die frühern und gleichzeitigen spanischenDichter, und wird dadurch in der That zur wichtigsten Urkunde,die wir noch über Spaniens früheste Literatur besitzen und zeigt,wie sehr er seiner Zeit in Urthcilskraft und in verständiger Liebezu den Wissenschaften voraus war. Endlich war er der Gründerder italienischen Hochschule spanischer Dichtung, die zwar imGanzen genommen dem Volksgeiste widersprach und zuletzt vonihm überwältigt wurde, die aber lange einen beträchtlichen Ein-fluß ausübte und Einiges zu den Bestandtheilen beitrug, ausdenen im 16. Jahrhundert die eigentliche spanische Literatur zueinem reich geschmückten Palaste und Zauberschlosse erbaut wor-den ist"*).
*) Ticknor-2»lius, A. a. O.
D. B.