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streite, die Auflösungen von Räthseln, die Gespräche („Salomonund Markolf" u. A.). Auch wurden höchst wahrscheinlich schonin früher Zeit in den Klöstern, theils zur Belustigung, theils zurUebung im Lateinsprechen dramatische Spiele, verbunden mit fest-lichen Aufzügen, gehalten; ein solches Spiel war das Osterspielvom Antichrist (Indus pusclmlis da ndventu ei interitu nnti-elrristi), welches sein Herausgeber B. Pez ins 12. Jahrhunderthinausrückr. Im folgenden Jahrhundert kommen schon mehrOsterspiele oder Mysterien vor, die übrigens in Deutschland undFrankreich eine ganz andere Entwicklung nahmen alS in Spanienund England. Einen Beweis vom Bestehen der Mysterien inDeutschland liefert daö Volksbuch „Tyl Eulenspiegel", welchesberichtet, wie die Bauern in der Nacht vor Ostern ein Spielmachten, darstellend die Auferstehung Christi, und wie der Schalkmit seinem derben Spaß in ein solches Spiel eingriff. Weitersind einige der ältesten solcher Schauspiele, deren erwähnt wird:das 1322 zu Eiscnach vor dem Markgrafen Friedrich v. Meißenaufgeführte Spiel von den klugen und thörichten Jungfrauen,welches den Markgrafen dermaßen erschütterte, daß er mehrereTage im Hinbrülen verharrte, hierauf, vom Schlage getroffen,nur noch zwei Jahre ein stecheö Leben hinschleppte; ein mehrauf Gesang berechnetes Spiel war die Marien klage, jeden-falls aus dem Ende des 14. Jahrhunderts; einfach und kunstlosin s. g. Knittelversen geschrieben, hat die Handschrift von 1430lateinische Erklärungen; ein eigentlich evangelisches Mysteriumist das 1514 von Wolfram Stück aufgeschriebene, aber wohlältere Stück, welches mit einer großen Anzahl von Personen,willkürlich eingefügten Chorgesängen und Stellen aus dem AltenBunde die ganze evangelische Geschichte darstellt. Auf der Kir.chenversammlung zu Kostnitz ließen die englischen Prälaten den31. Januar 1417 vor Kaiser SigiSmund ein Spiel aufführen,dessen Inhalt die Geburt Christi, die Ankunft der Weisen aus
Sucheuwrrt, der Teichner und Sebastian Braut in ihren Sa-tiren und Priameln ein schreckcnerregende« Bild hinterlassen. Karte nurerst die oberen Schichten der Gesellschaft ergriffen, der eigentliche Kerndes Volks blieb zn dieser Zeit noch unberührt davon. Zu diesem flüchtete da-her nun unter prosaischer Verkleidung der alte Ritterroman in den sog.Volksbüchern, die sich zum Theil noch bis heute im Volke erhalten haben."
D. B.