Band 
Achter Band.
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laro, Agoftino Busti/ Gian Giacomo della Porta,Marco Agrato — dessen Sankt BartholomäuS im MailänderDom jedoch eigentlich mir die abstoßende Darstellung eines mitder eigenen Haut sich drapirendcn Geschundenen ist — und Jaco-bina da Tradate, der eine schöne Statue deö Papstes Mar-tin V lieferte. Die Stärke der Lombarden liegt vorzugsweisein der Ornamentik/ wie u. A. die Vorhalle der Mirakclkirche zuBreScia zeigt, deren Skulpturen von den Brüdern Pedoni ausCremona. Mehrere der prächtigsten Paläste und ausgezeichnetstenDenkmäler zu Venedig sind gleichfalls von lombardischcn Künst-lern. Von einem solchen/ dem Bvnino aus Campionc/ ist einesder schönsten gothischen Werke in Italic»/ das Mausoleum vonCansignorio zu Verona (1375).

Ein bedeutender Aufschwung der Kunst in Italien datirtsich von dem Beschlusse der Florentiner / dem Baptistcrium SänGiovanni eine zweite bronzene Thüre zu geben/ entsprechend dervon Andrea di Pisa gefertigten. In Folge des wegen diesesWerkes ausgeschriebenen Wettstreits erboten sich Brun elleSchi/Jacopo dellaQuerciaauS Sicna und noch vier andereErzbildner/ unter denen Lorenzo Ghiberti den Vorzug er-hielt. Und er zeigte sich dieser Auszeichnung würdig. Er warbei den Alten in die Schule gegangen und übertraf sie Hinsicht,lich der Linear- und Luft-Perspekcive. Vorzugsweise der Malereiergebe»/ ging sein Streben dahin/ deren Wirkungen auch imRelief zu erreichen; konnte ihm auch dieses nicht gelinge»/ sowar er doch häufig glücklich in der Wahl und Gruppirung/ wienicht minder in der Ausführung der Gegenstände. In derselbenWeise versuchte er sich sogar in vertiefter Manier/ die bekannt-lich bei den Alten ganz ungebräuchlich war / wie man an vielenFiguren der Santa Maria del Fiore schmückenden Darstellungdes Wunders des heil. Zanobius sehen kann.

Donatello. 1383-1486.

Der Florentiner Donatello beschäftigte sich gleichfallsdamit / der Bildnerkunst diese neue Ausgabe zu stellen/ wie diesnamentlich seine Anbetung der Engel in Monte Oliveto zu Nea-pel zeigt. Seine Weise / das Relief zu bilden / erregte die Be-wunderung Michel Angelo'S / namentlich hinsichtlich der ana-römischen Richtigkeit der menschlichen Gestalten/ sowie der Kraftund Wahrheit deö Ausdruckes. Als er aber in der Manier jenes