Band 
Achter Band.
JPEG-Download
 

1048

Lueca und in Sän Petronio zu Bologna befinden, kultiviere ins.besondere das Großartige in der Bildnerei. Eine Madonnenstatuevon Giulian diMajano in Santa Barbara zu Neapel ißwegen der reichen Gewandung erwähnenöwerth, weil die Bildnerjener Zeit im Allgemeinen gerade in der Gewandung schwachwaren; sein Bruder und Gehülfe Bened etto machte eingelegteHolzarbeiten. Antonio Pollajuolo, Maler und Goldschmied,zeichnete sich durch seine lebendige und sichere Zeichnung aus; erstudirte die Anatomie nach der Natur, wodurch er seinen Figurenangemessene Bewegung und Stellung zu verleihen vermochte,wie sich an den Grabmälern Annocenö V4LI und SixtusIVim Vatikan zeigt; die letztere leidet jedoch an Geziertheit. Erarbeitete auch an den Tbüren Ghiberti's; namentlich wirdeine von ihm eisclirte Wachtel höchlich bewundert. Vor Allenaber zeichneten sich als Ciselirer Pietro und Paolo Aretinoaus, die zuerst größere Arbeiten in dieser Gattung lieferten(1346). Bald darauf lieferte Cione den silbernen Altar inSän Giovanni zu Florenz, mit einer Fülle von angemessenenGruppen und Figuren in Halbrelief auf einer Silberplatte. EinbemerkenSwerthes Kunstwerk ist auch der St. IakobSaltar in derKathedrale zu Pistoja, woran mehrere Künstler zwischen 1314und 1346 arbeiteten.

Andrea Verocchio führte die Kunst ein, menschlicheGlieder und andere Naturgegcnstände nach dem Lebendigen zumodellircn. Zwar ists unrichtig, daß er, wie man behauptet hat,mit Ghiberti an den Thüren des Battisterio arbeitete, aberMeisterwerke sind sein Amor, der einen Delphin umschlingt andem Brunnen des Pitti'schcn Palastes, und das Grabmal vonGiovanni und Pietro Medici, Söhnen des Cosmo, in SänLorenzo, mit reichem Schmuckwerk und biegsamem Laubwerk ausgegossenem Erz. Er ist der Lehrer von Pietro Perugino,FraneeSeo Rustici undLeonardo daVinci. — Ein klei.ner Altar von unvergleichlicher Anmuth und der Kopf des Bi.schofs Leonardo Salutato, so täuschend, daß man wirklich Fleischzu erblicken meint, im Dome zu Ficsolr sind von Mino, einemSohne dieser Stadt. Bedeutendes, wenn auch minder Schönes,schuf er für Florenz. Er hatte einen Nebenbuhler an seinemMitbürger Andrea Ferrucci.

Am sichersten vielleicht lassen sich die Fortschritte der bilden-den Künste in Italien ermessen an den Mausoleen. Meist archi-