Band 
Achter Band.
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tektonisch komponirt, mit Sockel und Fronton, mit der liegendenFigur des Todes und Engeln, die eine Draperie halten, vielenOrnamenten, zuweilen auch Basreliefs, obenauf Bildsäulen derh. Jungfrau und von Heiligen, so sieht man deren fast in jederKirche. Die bemcrkenSwcrthcstcn außer den bereits erwähntensind das des Colcyne zu Bergamo von Antonio Amedeo zuPavia, das des CardinalS Consalvi in Santa Maria Maggiorezu Rom so wie das Bonifaz'V111, von Giovan. Cosmate,das der Torriani in Sau Fermo zu Verona, von AndreaRicci, Erbauer von Santa Ginstina zu Padua und Bildnerdes bronzenen Kandelabers daselbst, woran er zehn Jahre arbei.tete; ebenso zierlich wie bei allein Reichthum einfach, ist diesesdas großartigste Werk solcher Art, welches die neuere Zeit her-vorgebracht.

Wir fügen hier eine kurze Uebersicht der bedeutendsten Werkedeutscher Meister hinzu, welche die Geschichte der Plastik die-scr und der vorhergehenden Periode kennt*). Den Reigen er-öffnet Sabina v. Stcinbach, die Tochter Erwins, deöersten Baumeisters des Vorderbaues des Straßburger Münsters.Sie fertiger die Bildwerke am ältern Portal auf der Südseitedieses Münsters. Ueberhaupt finden sich an diesem Bau die bestendeutschen Skulpturen der frühern Periode; man benutzte dazuantike Fragmente, an denen vielleicht die Künstler ihre Studienmachten. Wunderlich ist auf dem Glockenthurm die Gruppe vonZauberern in Teufclsgestalten und mit nichts weniger als an-ständigen Stellungen. Der nächste uns bekannte Bildhauer istJoh. Gießer, der 1328 das Taufbecken im östlichen Chor desMainzer Domes fertigte. — In der zweiten Hälfte des 14. Jahr-Hunderts erscheint zu Nürnberg ein ausgezeichnet,r Steinbildner,Sebald Schön hofer, der Schöpfer der zu zwei Drittel le.bcnSgroßen Statuen des Portals und der Vorhalle der Frauen-kirche zu Nürnberg. AuS derselben Zeit, 1355—61, sind auch dievon ihm gefertigten vierundzwanzig Statuen an dem sogenann-ten schönen Brunnen daselbst, der sich zu einem achtseicigcn Spitz,thürmchen von sechzig Fuß Höhe in vier Abtheilungen erhebt; diebeiden untern Abtheilungen enthalten die Statuen. Seit 1824sind jedoch nur acht von den alten Statuen Schönhofers vor.Handen, welche an Vollkommenheit die in der Frauenkirche

*) Zugabe vom Bearbeiter.