Band 
Achter Band.
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übertreffen. — Auf ihn folgte in der Mitte des 15. Jahr-hunderts ein großer Meister/ gleichfalls em Nürnberger/ AdamKraft. Eines der berühmtesten Werke dieses Meisters stnd diestehen Stationen, welche er für den Nürnberger Bürger MartinKetzel von dessen Haus bis zum Johanneskirchhof ausführte. Esstnd dies sieben Wandsäulcn aus großen Blöcken von rothemSandstein/ worauf in reliefartiger Arbeit die LeidensmomenteChristi auf dessen Wege von dem Hause des Pilatus bis zurSchädelstättc angedeutet stnd. Mit Ausnahme des letzte»/ in dieKirchhofmauer eingelassenen Reliefs, welches darstellt / wie dieMutter den todten Sohn beweint/ find die Figuren alle rundgearbeitet. Ein anderes berühmtes Werk von Adam Kraftund seinen Söhnen ist das zwischen 1496—1500 ausgeführte Sa-kramenthäuSchcn in der Lvrenzkirche zu Nürnberg, in welchemstch die Plastik mit der Architektur wieder auf's Innigste ver-einigt hat. Es hat die Gestalt eines sehr schlanken, zierlichenund durchbrochenen Thürmchens von quadratischer Form, dessenSpitze wie eine in ihrem geraden Wachsthum gehemmte Pflanzein einer Höhe von 64 Fuß sich spiralförmig am Gewölbe krümmr.DaS Thürmchen ruht auf einem Pfeiler und wird von den knicen-den Gestalten des Meisters und der beiden Gesellen auf demRücken getragen. Zu dem Behältniß deS Ciboriums, um welchesein Umgang mit Geländer führt, gelangt man auf zwei Treppen.Ueber dem Ciborium ficht man Momente auS der Passion Jesu,dann Jesu Abschied von Maria, das Abendmal und den Oel-berg, darüber JcsuS vor KaiphaS, die Dornenkrönung und Gei-ßelung , noch höher den Heiland am Kreuze und ganz oben dieAuferstehung Jesu. Für Krafts vollendetstes Werk wird dasgroße Grabdenkmal, ein Hautrclief an der Außenwand der Se-balduskirche, gehalten, das er im Jahr 1492 für die FamilienSchreyer und Landauer fertigte, und sich hinter einem eisernenGitter und unter kupferner Bedachung befindet. An der Kirchen-waud befinden sich plastische Darstellungen aus der LcidenSge-schichte Jesu mit lebensgroßen Figuren. Nürnberg besitzt vondiesem Meister auch eine profane Darstellung über der Thüre derZrohnwage, wo er in komischer Weise den Handel dargestellt hat.Es wird nämlich ein Pack Waaren vom Waagmeistcr im Bei-sein vom Verkäufer und Käufer gewogen, wobei der Letztere mitverdrüßlicher Miene den Beutel zieht.

Nach Kraft ist zu erwähnen Niklas Lerch von Straß-