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bürg/ der bei Errichtung des Marmormonuments für KaiserFriedrich H1 im Wiener Dom zwischen 1467—1513 als Ober-meister erscheint. Dieses Monument ist ein mächtiger Sarkophag,auf dessen Deckel die Gestalt des Kaisers ruht. Die Reliefsan den Seiten desselben sind figurenreich und stellen die achtfrommen Gesellschaften vor, welche der Kaiser gestiftet hat, dazugesellen sich noch viele andere zum Theil mehr dekorative Figuren,so daß das ganze Denkmal gegen 250 Figuren enthält. DerSarkophag ist von einem Geländer umgeben, das ganz durchbro-chen und ebenfalls mit vielen Figuren geschmückt ist. Für die-selbe Kirche fertigte Meister Heinrich 1441 den marmornenTaufstein, dessen Apostelrelicfs in geistreicher Weise behandeltsind.
Einer der tüchtigsten Bildhauer dieser Zeit ist Hans Til-mann Riemenschncidcr aus Würzburg. Das Hauptwerkdesselben befindet sich im Bambcrger Dom, ein GrabdcnkmaKaiser Heinrichs II und seiner Gemahlin Kunigundc, das er imAuftrage des Bischofs Heinrich Kroß v. Trockau von 1499 bis1513 in Solenhofer Kalkstein ausführte. Auf dem Deckel desSarkophages ruht das kaiserliche Paar, zu Häupten mit gothischenBaldachinen und zu Füßen mit heraldischen Löwen. An denSeiten befinden sich sehr erhabene Reliefs, in einem feinen undedlen Geiste erfunden. Das erste stellt Kunigunde mit zahlreicherUmgebung dar, wie sie sich von der Beschuldigung der Untreuedurch die Feuerprobe reinigt, das zweite mit neun Figuren, wiedie Kaiserin die Werklciite für die von ihr zum Dank errichteteSt. Stephanökirchc belohnt, das dritte mit acht Figuren, wieder Kaiser auf dem Krankenbette von ihr Abschied nimmt, daS
vierte wie der Kaiser um Vergebung seiner Sünden betet, wo
die Erhörung seines Gebetes zugleich dadurch angedeutet ist,daß ein Engel in die eine Schale der vom Erzengel Michael ge-haltenen Wage den Kelch der Versöhnung legt, während derTeufel die andere vergebens niederzudrücken sucht, das fünfte,wie der Kaiser mit der Krone auf dem Haupt, im Bette liegend,die letzte Oelung empfängt. In einigen Ecken sind Drachen an-gebracht, worauf zum Theil Knaben reiten, und am Besementsieht man hie und da äußerst natürlich gebildete Schnecken,
Schlangen und Eidechsen. DaS Ganze war früher bemalt und
vergoldet. — Gleichzeitig blühcte Adolp h v. Augsburg (Dow-hcr) als Bildhauer und Bildschnitzer. Sein Hochaltar in der