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Decket die Figur des Bischofs rühr, auf den Seiten sieht mandie Apostel mit zwei Heiligen und mannigfaches Zierwerk. Ver.gleichen wir diese Arbeit mit dem Grabdenkmal des h. Scbalduszu Nürnberg, so findet man an diesem einen großen Fortschrittzur Vollkommenheit, weil wir dort noch das scharfe, eckige We-scn wahrnehmen, das hier verschwunden ist. In dem Dom zuBamberg befinden sich die von ihm gegossenen Grabplatten fürdie Erzbischöfc Heinrich III, Groß von Trockan, Veit, Truch.seß v. Pomersfelden, Georg II, Marschalk von Ebnet. SeinHauptwerk, durch welches er sich einen bleibenden Ruhm erwor-ben hat, ist das Grab des h. Scbaldus zu Nürnberg. Es istwirklich ein bewunderungswürdiges Werk der Gießkunst Hinsicht,lieh seines großen, edle» Styls, seines Strcbens nach Natur.Wahrheit und seiner trefflichen Ausführung, und aus dem Um.fange und der Reichhaltigkeit desselben ist erklärbar, daß er von1506—1519 daran arbeitete. Einen großen Fortschritt zu höhererVollkommenheit erlangte die Gießkunst dadurch, daß er seineWerke nicht mehr aus einem Stücke goß, sondern die Figurenaus einzelnen Theilen zusammensetzte. Dieses Grabmal mußteer nach dem schon 1397 gearbeiteten Sarg des h. Sebaldus aufgothische Weise gestalten. Zur Umschließung des Sarges bildeteer einen Untersatz und über demselben ein Schirmdach nach Artder bekannten Religuienkästchcn, das von acht gothischen Pfeilernund Bogen getragen wird. An den Langseiten des Untcrsatzessind die Wunder des h. Sebald in sehr kunstreicher Weise dar.gestellt. Die berühmten Apostel stehen, acht auf der langen undvier auf der schmalen Seite, ein Fuß elf Zoll hoch, auf zierli-chen Säulchcn, welche sich von den acht Pfeiler» erheben. Zwölfkleinere Figuren, welche die Pfeiler krönen, stellen die zwölfPropheten vor. An den schmalen Seiten sehen wir in der Mitteeinerseits den h. Sebald, anderseits Peter Bischer selbst,viel tiefer als die Apostel stehend. Andere Werke dieses Meisterssind: ein Relief in der alten Pfarrkirche zu NegcnSburg vom Jahr1521, welches Jesus bei LazaruS Schwestern darstellt, ein Relief,welches zugleich für die Schloßkirche in Wittenbcrg und den Domin Erfurt gefertigt wurde und Maria Krönung enthält, und daSDenkmal Friedrich des Weisen zu Wittenbcrg von 1527. Dieletzten zwei Werke desselben zeigen eine Neigung zu der Antikeund beweisen, daß er Kenntniß davon hatte. Das eine ist einden Bogen abschießender Appollo, daS andere eine kleine Bronce-