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Achter Band.
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tafcl, auf welcher Orpheus und Eurydike dargestellt sind (daserste ist in der Kunstschule zu Nürnberg, daS andere in der Kunst,kammer zu Berlin zu sehen). — Nach demselben sind noch zunennen Pankraz und Georg Laben wolf, die mit ihm ver.bunden arbeiteten. Von Pankraz soll das Gänscmännchen aufeinem Brunnen hinter der Frauenkirche zu Nürnberg gefertigtsein. ES ist ein Bauer, der Gänse unter den Armen trägt, undin humoristischer Naturwahrheit erscheint. Ein Schüler desG. Labenwolf war Bcnedikt Wurzelbaucr, der 1593den mit 13 Statuen gezierten Brunnen bei St. Loren; in Nürn.berg goß. Der Sohn desselben, Johann, verfertigte den vor-trefflichen kleinen Brunnen im Rathhause daselbst. — AußerNürnberg wurde auch die Erzbildnerei in Bamberg gepflegt,denn da begegnen wir: Hans Krebs, der die Grabplatte fürden Domdckan G. Stibar (f 1515) in der Skulptur des Bam.bcrger Domes fertigte, ferner Kunz Müllig, BalthasarLichtenfelser und Mi chael Abenwolf. In Innsbruck sehenwir auch eine Zahl bronzener Statuen, die in Beziehung zudem Grabmal Kaiser Maximilians stehen und welche theils in derersten, theils in der zweiten Hälfte dcS 16. Jahrhunderts gcgos,sen wurden. Die ältern 23 Statuen befinden sich an dem Bogen,der die Mitte der Kirche durchschneidet und stellen Heilige undVerwandte des Habsburgischen Hauses vor, sind etwa halblebensgroß, und zeichnen sich bei eigenthümlich kurzen Körper,Verhältnissen durch schlichten Styl und würdige Fassung aus.Die spätern 28 kolossalen Statuen zwischen den Pfeilern derKirche stellen alte Ritter und habSburgische Ahnen vor, stehenaber jenen an künstlerischem Werthe nach" *).

Auch edle Metalle wurden zu künstlerischen Darstellungenverwendet und zwar kennen wir als Meister von solchen MentzelundChristian Ianucitz er von Nürnberg und HeinrichBeitzvon Leipzig. Letzterer namentlich schnitt Medaillen und Sigel.Elfenbein wurde häufig zu kleinen Altarwerken mit Flügeln ver,wendet. Einzelne Meister, wie A. Kraft, bedienten sich einerharren Stuckmaffe, insbesondere zu äußeren Theilen bei Sta-tuen, so zu Stäben, Waffen u. drgl.

„Ideale Narurwahrhcik bezeichnet im Allgemeinen den pla-stischen Styl der Griechen. .Anders verhält eö sich mit der

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') Dorsch, A. a. O.

D. B.