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die Bedeutung der vcnetianischen Schule begründet zu haben.Zu Venedig nämlich konnte die Malerei sich lange zu keinerhöheren Stufe erheben, obgleich griechische Maler hier beständigwirkten und Werke von solchen häufig aus dem Orient dahingebracht wurden: ein' neuer Beweis, daß die Griechen wenigoder nichts beitrugen zur Wiedergeburt der Malerei. Bereits im6. Jahrhundert hatte eine griechische Künstlerkolonie die Kirchenvon Grado und Torcello mit Mosaiken geschmückt; eine andere,berühmtere, ward im Jahr 1000 vom Dogen Orseolo berufenzur Ausschmückung von St. MarcuS, und nach der Einnahmevon Konstantinopcl zogen sich viele byzantinische Künstler nachVenedig. Vor Paolo Vcneto und Lorenzo begegnet mandaselbst keinem einheimischen Künstlernamen; bei deren Nachfol-gern, wie Giovanni Antonio von Padua, Semitccolo,Guariento, Giusto, Alighieri u. A. — auö Venedigselbst oder dem festländischen Gebiete der Stadt — ist der Ein-fluß Giorro'S unverkennbar.
Die Belliui.
Giacomo Bcllini ward von Gentile di Fabrianogebildet. Den Ruhm der Familie begründeten seine SöhneGiovanni und Gentile durch ihre vierzehn Darstellungen ausder vaterländischen Geschichte im Dogenpalaste. Bei diesen Wand-gcmälden folgten sie den Spuren von drei Künstlern, die viel inVenedig gemalt hatten, Fabriano, Johann van Eyck unddessen Schüler Hemlinck, dem anmuthigstcn mystischen Malerdieses Jahrhunderts. Franc eöco Negri, der an den DogenL. Loredano eine Schrift richtete über dasjenige, waö denRuhm einer Regierung ausmacht, bemerkte, der venctianischcSenat habe gerechten Grund, stolz sich jenes BrüderpaareS zurühmen, das die Natur so trefflich ausdrücke, von denen dereine in der Theorie, der andere in der Praxis bewundernswürdigsei. Auf den Ruf Muhammeds I! verfügte sich Gentile(1421—1501) nach Konstantinopcl, und man erzählt, der Sultanhabe, damit er die Wirkung der Enthauptung nach der Narurstudire, einem Sklaven den Kopf abgeschlagen. Der Ausdruckder Empfindung und die Poesie der Religiosität herrschen bei ihmvor *), obgleich er weder die Ueberlieferungen der antiken Kunst
Mau liest unter zweien seiner Bilder in der Akademie zu Venedig:t-entilis Leilinus amore ineensus orueis, 1496(kantn, Weltgeschichte. VIII. 68