Band 
Zehnter Band.
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Abschluß der Union wurden zugleich Verbindungen mit Frankreichangeknüpft, wenn auch, aus einem Reste von Nationalgefühl,noch nicht abgeschlossen. Die Verbündeten versprachen sich gegen,seitigen Beistand gegen Beeinträchtigung eines Mitgliedes, ein.trächtiges Handeln in Angelegenheiten, die der Kurfürsten, Für.sten und Stände Freiheit und Rechte beträfen, Einwirken aufdie andern evangelischen Stände in gleichem Sinne, ohne Rück-sicht auf die sonstige Verschiedenheit religiöser Meinungen. Im

ringischen Herzogshof nach Nancy. Bei der fein geläuterten Ueppigkeitan manchen Höfen, bei der Vollerer und den wilden Lustbarkeiten, die anandern überhand genommen hatten, fiel der wohlgesittete, zurückhaltendeFürstensohn auf. und man wollte aus dessen tiefem Ernst Wunderbaresvorausverkünden. Am 1t. Januar 1595 erhielt Mar von der Landschaftdie vorläufige Erbhuldigung. nachdem er sämmtliche Privilegien des Adelshatte bestätigen müssen. Bald darauf (4. Mai 1594) begleitete er dieGesandtschaft des Herzogs nach dem Reichstag zu Regensburg. In derThat aber erschien er bald als der Mittelpunkt und das Haupt der katho-lischen Partei, die hart bedrängt an die ungewöhnliche Einsicht und Fe-stigkeit des jungen Fürsten sich anschloß. Unterdessen verschlimmerten sichdie Zustände Baperus bis zur gänzlichen Ruchlosigkeit- Immer drin-gender wurde der Geldmangel bei Hofe. wo von Sparen keine Redewar. Da entschloß sich Herzog Wilhelm, die eigentlichen Regierungsge-schäfte dem Sohne zu übertragen (1595), nur die ständischen Angelegen-heiten und einen starken Jahresbezug sich vorbehaltend. Doch half auchdiese Maßregel nur wenig. Da Mar seit 1595 mit der Elisabeth vonLotharingen vermählt war, so mehrten sich natürlich die Kosten des Hof-staats. Die Schenkungen an die Jesuiten währten fort. Mit Beküm-merniß sah der Herzog seinen Sohn, dessen Gemüth sich mehr verdüsterte,weil er keinen Ausweg fand. In dieser Bedrängnis berief Wilhelm Veinen Ausschuß der obersten Kollegien und verlangte von ihm ein Gut-achten über die Abhülfe. Es fiel eben so ehrerbietig als entschiedenaus. indem es auf das Verderbliche des ungemeffenen Schuldenmachens.aus das unordentliche Rechnungswesen, auf die verschwenderische Hof-wirthschaft deutlich genug hinwies; weiter könne das Land dies nimmer-mehr ertragen. In diesem Kampfe zwischen Pflicht und einer aus Güteentsprungenen Schwäche entschloß sich der Herzog, die Regierung nieder-zulegen. Nachdem die Bewilligung des Kaisers eingeholt war, wurdedie Abdankungsurkunde am 27. Oktober 1597 unterzeichnet. Noch 28Jahre lang lebte Wilhelm V höchst eingezogen und blos mit den Werkender Frömmigkeit und Wohlthätigkeit beschäftigt, von dem Herzog Marmit aller kindlichen Ehrfurcht eines guten Sohnes geachtet." Bensen,a. a. O. D. B.