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Mar, der nach der Stadtlohner Niederlage in holländischeDienste getreten, und anderen „edlen" deutschen Herren seinenRaub in Ueppigkeit verzehrte. Dem siegreichen TUly stand jetztkein Feind mehr gegenüber, und da nun die Waffen ruhten, be.gann er dir Wiedercinzichung katholischer Kirchengüter. Nament-lich verjagte er den Sohn Christians!^ von Dänemark, dendas käufliche Halberstädtcr Domkapitel, nachdem Herzog Georgvon Lüne bürg, der sich übrigens entschieden von der sogen,evangelischen Partei lossagte, das BiSlhum Halberstadt wieder. niedergelegt hatte, gewählt, auS dem usurpirten Besitz. Hiedurchward der dänische Hof, an welchen sich auch der ränkesüchtigeLandgraf Mo riz von Hessen als hülfesuchcnder Flüchtling ge.wendet, immer mehr in seinen feindseligen Plänen bestärkt. Abernicht blos Dänemark, auch Schweden und namentlich Frankreichwurden durch die Furcht erschreckt, die bisherigen glänzenden Er-folge der katholischen Partei in Deutschland möchten zur Wieder.Herstellung kaiserlicher Macht führen. Dazukam der Zorn Jakob!von England über den schmähliche» Verlauf der Sache seinesSchwiegersohns, welchem Zorne der englische Protestantismusbereitwillig entgegenkam*). So begann der erste europäische Bund
*) König Jakob wie sein Sohn Karl hatten sich in der Heirathsverhandlunggegen Spanien durch geheimen Vertrag verpflichtet, den Katholiken inEngland Religionsfreiheit zu verschaffen, der Prinz, welcher selbst nachMadrid gekommen, sogar Hoffnung gegeben, zur Kirche zurückzukehren.Weil man aber spanischer Seils verlangte, der britische König solle vorder Abreise der Prinzessin nach England jenen Vertrag ausführen, kames zum Bruche. Maria, die gewesene Braut des englischen Thronerben,ward später dein Erzherzog und nachmaligen Kaiser Ferdinand III ver-mählt. Diese Angelegenheit war ein merkwürdiger Knotenpunkt euro-päischer Geschicke. „Der damalige Bruch zwischen Jakob I und Phi-lipp IV hat in England den Sturz des Hauses Stnart, den Siegdes Calvinismus und sofort die Begründung eines nengeordneten König-thums, das nicht blos zufällig aus „allerhöchster Weisheit, aus gnädig-stem Ermessen, aus landesväterlicher Milde" Gutes thut, sondern darum,weil es muß, das öffentliche Wohl zur Richtschnur nimmt, und in Folgedieser Wirkungen eine Zukunft voll Ruhm und Macht herbeigeführt;ebenderselbe hat zweitens in Deutschland die glljährige Fortsetzung desKriegs und in weiterer Folge den Untergang unserer Verfassung, denVerlust deutscher Einheit, Ehre und Macht, aber auch zugleich mit un,serem Unglück die Erniedrigung der Nationalkirche, der apostolisch-katho-lisch-rörnischen eingeleitet. Denn die Schicksale des Stuhles Petri And