Band 
Zehnter Band.
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wider Habsburg zu entstehen, nur scheinbar zu Gunsten der pro.testantischen Territorialheeren in Deutschland. Die Rolle, welcheFrankreich dabei zu spielen begann, werden wir genauer kennenlernen; für jetzt war der König Christian IV von Dänemarkauöersehen, den Kampf wider den Kaiser aufzunehmen, odervielmehr er drängte sich dazu aus Eifersucht gegen den jungenKönig Gustav Adolf von Schweden, dem eigentlich die Führer-schafl dieser Coalition von Frankreich und England zugedachtwar, und auch, weil ihm die deutschen Verhältnisse zu lockendschiene», um nicht zur Erreichung seiner, auf den Besitz der ver.schiedenen niedcrsächsischen BiLthümer für einen seiner nachgc-borenen Söhne gerichteten Entwürfe Hand anzulegen. Der Schwedezog sich vorläufig, seiner Zeit harrend, wieder zurück, der Däneaber trat inS Feld, nachdem ein im Haag (Dezember 1625) ge-schlossencr Vertrag ihm Subsidien von Holland, England undFrankreich versprach und diese Verbündeten ihm auch Ma»S.feld und Christian v. Braunschwcig als Helfer zuwiesen.Zugleich ward Bcthlen Gabor, gekirrt durch die ihm ver-schaffte Hand der brandenburgischcn Prinzessin Katharina,zum Friedensbruch und Einfall in die kaiserlichen Erblande ver-anlaßt. Christian IV, der sich (Mai 1625) die erledigte Stelleeines niedcrsächsischen Kreiöobersten übertragen ließ, währenddie FürstenNiedersachsenS, mit Ausnahme der Herzoge Christianund Georg von Celle, sich verpflichteten, die neunfache Zahl dergewöhnlichen Krciöhülfe aufzubringen, konnte somit eine Machtaufstellen, welcher der ligistische Feldherr — der zugleich jeneFreibeuter Mansfrld und'Christian beobachten mußte, dieauch für den dänischen Feldzug unnütz blieben —, sich nicht ge-wachsen glaubte*). Daher forderte Kurfürst Maximilian den

durch mystische Bande an die des dentschenVolkeS gekettet. Mit uns ist er g«,funken, mit uns wird er wieder sich erheben, Gfrörer, a.a.O. D-B-») Ueber Christian hat der Darmstädter Ludwig V folgende Charakterschil-derung entworfen : Der König von Dänemark hat nur zwei Zwecke imAuge: in seinem Lande unumschränkt zu herrschen und Dänemark aufKosten Deutschlands zu vergrößern. Er ist höchst lasterhaft und lebt inoffenem Ehebrüche, Seine Verwandtschaften mit Kurbrandenburg, Kur-pfalz und andern deutschen Häusern will er. nur zur Befriedigung seinerEhrsucht benützen, obgleich er sich ganz anders stellt. Er ist reich, wirdaber seinen Reichthum nie für die gemeinsame lutherische Sache aus-