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ihm auch an allen Mitteln zum Kriegführcn. Sein in Böhmenliegendes geringes Heer befehligte Wallenstcin alS General.FelLwachtmeister. Der Kaiser ernannte ihn nun zum „Capo über
bestehe. Hieraus wurde er auch mit dem Wunsch, für einen Jahrge-hall von 100,000 Schock meißnisch den Besitz der Stadt und HerrschaftLcitmeritz zu erlangen, von der kaiserlichen Kammer abgewiesen.. . In-dessen wurde Wallenstein doch von Böhmens Statthalier, dem FürstenKarl v. Lichkenstein, wohl eher wegen seines Verfahrens in diesem Land«als wegen seiner Saumseligkeit bei dem Einfall der Ungarn in Mähren,an dem kaiserlichen Hose verklagt. Da rieih ihm (wenn er anders einensolchen Rath nicht selbst sich geben konnte) sein Oberstlieutenant, Grafvon Naparol, die Rechtlichkeit seines Verfahrens durch handgreiflicheGründe zu erhärte». Wallenstein nahm 60,000 Thaler mit sich, mittelstderen er nicht allein aufls glänzendste die erhobene Klage widerlegte,sondern zugleich bei den kaiserlichen Räthen die Pforte der Gunst insolcher Weise sich erschloß, daß sie von da an zu immer größeren Ent-würfen ihm offen stand... Auf diese Weise wußte Wallenstein den weitöfter bewunderten als gründlich erwogenen Satz: der Krieg müsse denKrieg ernähren, zu seinem allartigen Vortheil auch dem eigenen Landes-herr,! gegenüber zur Geltung zu bringen. . . Daß er jedoch zur Zeitseines Untergangs über ein Einkommen von 3 Millionen zu verfügengehabt habe, können wir blos nach dem Geldwerth zu Ende des vorigenJahrhunderts gelten lassen. Dieser Betriebsamkeit um Vermehrnng desBesitzes, dieser Wachsamkeit über den Erträgnissen desselben steht di«Großartigkeit des Hanshaltes nach allen Beziehungen, die fürstliche Frei-gebigkeit in allen Vorkommnissen zur Seite, so daß wir zu dem Urtheilberechtigt werden, Wallenstein habe die Vermehrung seiner Einkünftenicht als Zweck angestrebt, sondern darin blos die Mittel zu Erreichungweit höher zielender Pläne erkannt. Deshalb ist es auch unsere fest«Ueberzeugung, daß bei ihm der Millionär von dem Staatsmann unddem Feldherrn zu unterscheiden sei, ohne daß wir deshalb von der Mei-nung weichen könnten, daß der Erstere die Bestrebungen des Letzter», di«vielfach nur schwer, am Ende gar nicht mehr sich rechtfertigen lassen,habe befördern müssen" . .. Schon aus der Zeit des Feldzngs gegenBethlen Gabor begegnet man einer Nachricht, „welche insofern wichtiggenannt werden darf, weil sie jenes Bestreben Wallensteinö, in welchemer vier Jahre später das Herzogthum Meklenburg an sich zu bringenwußte, darthnt, daß er nämlich zn dieser Zeit schon nach fürstlichem Besitzstrebte. Es wurde dem Kaiser mitgetheilt, Wallenstein erbiete sich, nochweitere 15,000 Mann gegen B- aus eigenem Seckel zu werben, soferner des lebenslänglichen Besitzes von Siebenbürgen würde versichert wer-den. Aber auch läßt sich erweisen, daß er gegen Erpressungen unter-gebener Führer jetzt schon jene sorglose Nachsicht übte, welche in d»r