Band 
Zehnter Band.
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bis sie zuletzt in eine beinahe offen feindselige Beziehung kamen;und während Tilly allein blieb beim vergeblichen Versuch zurBesetzung Hannovers, gegen den Halbcrstädter und ManSfeld,beleidigte Wollenst ein, die Ermahnungen dcü Kaisers, mitTilly gemeinsam zu handeln, mißachtend, indem er ohne An.frage und Anzeige gegen daS Erzbiöthum Magdeburg in denobersächsischen KrciS zog, dessen Krciöobersten, den Kurfürsten vonSachsen, welcher der kaiserlichen Sache bisher so wichtige Dienstegeleistet hatte und am wenigsten hätte gekränkt werben sollen.Ein von diesem Fürsten veranlaßter Friedenskongreß zu Bramr-schweig blieb resultatioS, während Wallen st ein bei der Elb.schanze von Dessau (l. März 1626) die ManSftlder entscheidendschlug, dann auch Tilly den König ChristianIV, welcher imHarz sich festzusetzen suchte, aber beim Landgrafen von Hessen —der bald darauf genöthigt wurde, zu Gunsten seines Sohnes dieRegierung niederzulegen — nicht die erwartete Unterstützungfand, in einer ungünstigen Stellung bei Luuer am Barenbergcüberraschte (27. August), wo die lange schwankende Schlacht miteiner furchtbaren Niederlage der Dänen endete. Zu diesem Siegetrug wohl ein HülfSkorpS bei, daS dem ligistischen Feldherrn zuüberlassen Wallcnstcin endlich bewogen worden. Dieser hatteseine bisherige Stellung im Halberstädtischen aufgegeben, umhinter Johann Ernst v. Weimar und ManSfeld — den erbei Dessau harte einkommen lassen und welcher den Bund mitBethlen erneuert harre — her nach Mähren und Ungarn zuziehen. Er war dort nicht besonders glücklich, aber Bethlenwurde doch gebändigt, bis drei Jahre nach dem Prcöburger Frie-den (Dezember 1626) der Tod den Kaiser von diesem gefährlichenFeinde befreite, nachdem kurz vor Beendigung deS ungarischenFeldzugS, ManSfeld, unzufrieden über die von Bethlen an-geknüpften Unterhandlungen auf dem Wege nach Dalmarien, umein Schiff nach England zu finden, 46jährig der Schwindsucht,noch vorher (16. Juni) sein Genosse Christian in Wolfenbüttel27jährig den Ausschweifungen erlegen war. Auch der HerzogJohann Ernst von Weimar fand sein Grab in ungarischerErde.

Die politischen Folgen deS Siegeö bei Lütter waren größeralS die militärischen. Die nächste Folge desselben war der AbfalldeS HerzogS Christian Ulrich v. Braunschweig zudemKaiser. Um so mehr beschleunigte der König seinen Rückzug über