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Zehnter Band.
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müsse man dahin wirken, daß die katholischen und protestantischenStände den allerchrtstlichsten König als ihre Stütze und ihrenFreund betrachteten, um sie auö der Knechtschaft des HauseSOesterreich zu befreien; von den drei Mitteln, dazu zu gelangen,sei daS erste, den König und die Kurfürsten im gemeinsamenInteresse, wie eS auf dem letzten Reichstage geglückt, zu ver-einigen; müsse Frankreich, mit der strengsten Unparrheilichkcitzwischen den beiden Glaubensverwandten, sich des Vermittler-amtes in den Händeln bemächtigen, welche die Ränke Spanienszwischen jenen beförderten, damit die Vereinigung zwischen demKaiser und der katholischen Liga nicht zur Ucberwältigung derProtestanten ausschlage; als Vermittler könne zweitens der Königden Krieg in die Länge ziehen, das Ansehen des Kaisers unter,graben, den deutschen Frieden verzögern/ bis man ein Pfandfür die Ruhe und für die allgemeine Sicherheit, d. h. ein öfter-reichischeS Erbland gewonnen. Drittens müsse der König, außerdieser Vereinigung der streitenden Parteien, thatsächlich beideseines Beistandes gegen Oesterreich versichern, d. h. Lurch Geld.Unterstützung sie in den Stand setzen, den Krieg gegen das ReichS-überhaupt zu unterhalten" *).

Der König Gustav Adolf aber, der schon früher, währendseines KriegeS mit Polen, Städten des Reichs, wie Danzig,schweren Schaden zugefügt hatte, und der alle Vermittlungs-versuche so schnöde durch Ausstellung ganz unerhörter Bedingungenbeantwortete, zeigte nur zu deutlich, daß die Stralsunder Ange-legenheit und die Abweisung seines Gesandten von der FricdcnS-unterhandlung in Lübeck ihm lediglich alö Vorwand dienten. Erwollte beleidigt sein, um ein scheinbares Recht zum Kriege zugewinnen"). Es war daher auch ganz gleichgültig, daß der

*) Handschrift der Bibliothek des Arsenals. Flassan, 4, 444.

^s) Ez geht dies aus der Instruktion des Gesandten SelviuS hervor, beiGeher, III, 458. Nicht besser ist es »in die Beschwerde über dasAuffangen und Erbrechen des Briefes an Bethlen Gabor bestellt. Nochbei Abschluß des westfälischen Friedens äußerten die österreichischen Ge-> sandten: „Man könne sehr wohl aus dem königlich schwedischen Origi-nalschreiben an den Fürsten von Siebenbürgen von 4626 beweisen, daßschon, ehe dem König von Polen Hülse geschickt, ehe das Restitutions-Edikt erlassen sei, vor der Vertreibung der Herzöge von Meklenburg,auch vor der Belagerung von Stralsnnd Verhandlungen über einenKrieg mit dem Kaiser und den ihm anhangenden Kurfürsten gepflogen