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daö beste Mittel/ um Zeit zu gewinnen. Dieser Meinung pflich-teten mehrere Bürger der schwedischen Partei und auch die Pre-digcr bei/ die sich nach ihrer Gewohnheit auch bei dieser Be.rathung eingefundcn hatten. Jetzt tritt Falkenberg ein, dersich im Nebenzimmer aufgehalten, spricht gegen den Antragund dringt darauf/ daß die Instruktion abgefaßt werde/ welcheden Abgeordneten mitzugeben sei. So vergehen säst wieder einigeStunden/ an denen daö Geschick Magdeburgs hing. Jetzt stürztein Bürger hinein und verkündet: auf den Feldern wimmle eSvon Reitern und die Vorstädte ständen voll von Truppen. Fal-kenberg erwidert ihm zuversichtlich: er wollte/ daß die Kaiser-lichen sichS unterstehen und stürmen möchten/ sie sollten gewißempfangen werden/ daß es ihnen übel gefiele/ und fährt ruhigin der Berathung fort. Der ScadtsekretariuS ist eben beschäftigt/die Instruktion der Abzusendenden in daö Reine zu bringen undschreibt noch daran. Da stößt auf einmal der Wächter auf demJohanncSthurm in das Lärmhorn. Das Geschrei erhebt sichaußen: die Kaiserlichen seien in der Stadt. — Die erschrockenenBürger verlassen ihre Ruhestätten oder ihre Trinkgelage oder dieKirche/ wo der Lärm den Gottesdienst abbricht. Alle eilen nachihren gewöhnlichen Posten auf den Wällen. Jedoch in dem Ge-tümmel des Uebersalls vernimmt man keinen Oberbefehl/ welcherdas Gefecht ordnet. Es sind auch keine Sammelplätze voraus,bestimmt/ von denen aus man die gewaffneten Schaaren nach denStellen führen könnte/ die am meisten bedroht werden. — Eswird nun häufig berichtet/ Pappenheim habe/ von seinem Un-gestüm fortgerissen / daö Zeichen zum allgemeinen Angriff nichtabgewartet/ sondern auf eigene Faust den Sturm begonnen. Esist auch nach einer Verglcichung der Zeitangaben gar nicht un-wahrscheinlich/ daß daö Signal erst dann vernommen ward/ alser zum zweiten Sturm — sein erster Anprall wurde zurück,geworfen — antrat.
Es ist nach acht Uhr, und zwei Stunden später harre jedergeordnete Widerstand aufgehört / um so mehr/ da Falken bergund andere Oberoffiziere gefallen waren. Pappenheim harteBefehl geben lassen/ einige Häuser anzuzünden/ um die feind'ichenSchützen aus ihren Verrammlungen zu treiben und daö Ein-dringen in die Stadt zu erleichtern. Da der Tag heiter undstill war, so brannten die Häuser wohl eine Stunde lang hellwie ein Licht in die Höhe / ohne daß sich die Flammen weiter
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