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Zehnter Band.
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Besitz ihm als erfahrenen Feldherrn für die glückliche Fortfetzungdes KriegeS so wichtig erschien. Als er dem Prämonftratenser,Pater Sylvius/ der in der Stadt gefangen gehalten worden,

beschuldigten Tilly des Mordbrandes geradezu, die Andern deuten eben-dasselbe durch irgend eine Wendung unverkennbar an. — Der Wider-spruch katholischer Geschichtschreiber gegen dieses Dogma blieb unbeachtet.Der erste Geistliche, welcher sich vielleicht absichtslos des Dogma annahm,war Friedrich Spanheim, Professor der Theologie zu Genf, in demBüchlein: I-k 8oläat 8ueäois ou l'Iüstoire «lo oo gm s'est en

^.IlemaAne öexuis I'entröe cln äe 8ueäe l'annse 1630 jusgu'äpros»a mort. Kauen, 1633. In dieser Schrift, die nicht viel Glaub-würdigkeit hat, befindet sich auch jene berüchtigte Anekdote über Tilly:daß einige Ligistische den Oberfeldherrn baten, dem Vlutbade Einhaltzu thun, und dieser antwortete: „Kommt in einer Stunde wieder, ichwerde dann sehen, was ich thun werde; der Soldat muß für seine Ge-fahr und Arbeit etwas haben." Spanheim hatte freilich zu der Antworthinzugesetzt: „wenn es wahr ist"; allein dieses schien überflüssig, unddie Anekdote wanderte sofort in manche andere Bücher über, und zwarohne jenen Zusatz. Das rührende Mährchen selbst ist schon von Senkeir-berg in „Versuch einer Geschichte des deutschen Reichs. Bd. V. x. 28 lbis 298, von Westenricder, G. Th. Rudhart und Andern zurGenüge in seiner Albernheit beleuchtet und widerlegt worden. Eigent-lich widerlegt es sich selbst. Zu welcher Zeit sollte denn Tilly jemfamosen Worte gesprochen haben? Bis nach 11 Uhr dauerte der Straßen-kampf, um 11 Uhr brach der große Brand aus, um 11',, Uhrmußte man sich zurückziehen. (Wenzel bemerkt: „Es reicht hin, dieSchreiben, die er vorher an den Administrator, an den SchwedischenKommandanten und an den Rath und an die Bürgerschaft erlassen hatte,zu lesen, um die moralische Ueberzeugung zu gewinnen, daß ein Feld-herr, der an die Belagerten in eben so würdigem als eindringlichemTone geschrieben hatte, unmöglich zu seinen Soldaten gesagt habenkann, was nun auf seine Rechnung von Mund zu Munde durch dieJahrhunderte geht: Mordet und brennet noch eine Stunde, dann willich mich besinnen". Derselbe Geschichtschreiber hebt zugleich Tilly's auchvon den Gegnern anerkanntes, verständiges und großmüthiges Benehmenbei andern ähnlichen Anlässen hervor). Auffallender jedoch ist die Stel-lung. welch« Männer hier nehmen, welche auf eigentliche Geschichtschrei-bung Anspruch machen. Khevenhiller — der österreichischgesinnte —hatte den Ursprung des Magdeburger Brandes ungewiß gelassen, „son-derlich das gräuliche, da man nicht eigentlich weiß, woher entsprungeneFeuer". Jedoch auch die protestantischen Historiker Puffend orf (vom-ment. äe rebns 8uovioi8 lib. 170ö. p. 47. ^6um Unpxenüeimiuskrnnxenilae pertinsoins i§nem xroximis »oäibus projsomsot — all