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begegnete, wünschte er ihm Glück zu seiner Rettung, reichte ihmdie Hand und rief ihm auf französisch zu: „Mein Vater, rette,befreie, entreiße so viel du kannst dem Verderben", stieg dann
ÜS.MMLM oxortus turb» lonxe latsguo äistulorat"), lllremnitn, 6uk-visiuki, Gengenbach (Beschreibung Magdeburgs 1678) u. s. w.sprechen unentschieden, irgend eine absichtslose Verbreitung des Feuersbezeichnend. Auch Gottfried Arnold in seiner Kirchen- nnd Ketzer-Historie, 1689, ein großer Verehrer Gustav Adolfs, begnügt sich mitden Worten: „Nach dieser grausamen Tragödie, darinnen auch diegantze stadt in Rauch aufgegangen. . Gerade aber in unserm Jahr-hundert scheint erst die Perseveranz des Dogma überhaupt mit der„Tilly-Wuth" zugenommen zu haben. Bensen, a. a. O. — Fastalle bisherigen Berichte über die Zerstörung Magdeburgs haben übri-gens die Far Magdeburgica zur Hauptquelle. „Die Gewandtheit desVerfassers und der günstige Zeitpunkt ihres Erscheinens zur Zeit, alsTillh und der katholischen Stände Truppen sich im größten Unglück»befanden, verdrängten bald die übrigen Schriften über die MagdeburgerKatastrophe, so daß die Darstellungsweise der Far Magdeb., aber nurin ihren ungünstigsten Punkten, im Laufe der Zeit die allgemein herr-schende wurde. Die fast gleichzeitige Verherrlichung des FeldzugesGustav Adolfs: „^rlanibaoi 8ueoioa», von gleichzeitigen Kom-
pilatoren so vielfach in ähnlicher Weise benutzt, folgte ihren Angabenzunächst nur in den der kaiserlichen Partei ungünstigsten Auslassungen,nnd machte aus der Parteischrift wiederum einen parteiischen Ertrakt. . . .Später ging sie natürlich wiederum nur mit den eklatantes"!! Stellenin das 'lllmutrum Lurnpaeum fast wörtlich über, weil dieser aus denFlugschriften der damaligen Zeit zusammengetragenen, leider aber vonhöchst einseitigem nnd schroff antikaiserlichem Standpunkte ausgehendenKompilation die Darstellung der Far Magdeb. willkommen sein mußte.Das ganze Heer oberflächlicher Nachschreibet kopirte nicht selten wörtlichdie Berichte des IReatrum Kuropaeiim, nicht wissend, daß diese fürdie Geschichte des dreißigjährigen Krieges gewiß sehr wichtige Chronikbei Magdeburg das als unmenschliche Grausamkeit und Barbarei schil-dert, was sie bei andern deutschen Städten, die auf Seiten des Kaisersund der Liga standen, nnd von iHp Schweden und ihren Anhängernein noch viel größeres Unglück erleiden mußten, als „wohlverdient" zubemänteln sucht.... Es ist um so mehr zu beklagen, als die Bericht«jener Zeit auf die vagsten Gerüchte im Volke hin niedergeschrieben wur-den, man sich also um so mehr vergegenwärtigen sollte, daß neben derwahren Geschichte, wie Mailath trefflich bemerkt, immer noch eineandere im Munde des Volkes laust, dem das Schone nie schön, dasRührende nie rührend, das Gräßliche nie gräßlich genug ist. So ent-steht die Sage." Vv. A- Heising, Magdeburg nicht durch Tilly