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Zehnter Band.
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eingesehen habe, daß zur Aufrechterhaltung der Ehrfurcht gegenden Kaiser hier fernerhin nur mit Schärfe verfahren werdenkönne und so habe er die Stadt mit stürmender Hand genommen.„Wobey aber zu verwundern und zu belauern, daß bei währendemSturm in der Stadt eine solche Feuersbrunst entstanden, welchenach beschehener Eroberung gar nicht zu löschen gewesen"). Dieseshabe Se. Excell. zu manifestircn für nöthig gefunden. „Nichtzwar zu dem Ende, als wenn sie an der von Magdeburg Ruinund Unglück einig Gefallen hätten, denn wie vorhin gemeldet ist,haben ste dieselbe dafür gantz treulich, bittlich und mehr dennVäterlich gewarnet, sondern, damit männiglich sehen und svürenmöge, daß die Ursach ihreü verderblichen Unheils niemanden an-ders alS ihnen sechsten und denenjenigen, so sie dazu verleitet,in ihrer rebellischen Halsstarrigkeit gestärcket und auf ausländischeHülffe und Beystand vertröstet haben, zu imputiren sey *). „Wegen

Tilly erließ begreiflich gleichzeitig Berichte an den Kaiser und an denKurfürsten von Bayern. In jenem (bei Mailath III. x. 247, ausdem K. K. Hausarchiv, drcißigjähr. Krieg, Fase. 39. Mai) heißt es:„Unter währendem Sturm ist eine starke Feuersbrunst in der Stadtentstanden, welche auch wegen einzig großer Hitze und bey solchem Tu-mult keineswegs gelöscht werden können." In ßenem Bericht, vom21. Mai 1631 (zum Theil in Chiffern geschrieben, die am Rande inter-pretirt, vollständig von Rudhart abgedruckt in Hormayr's Taschen-buch für Vaterland. Geschichte, fortgesetzt von Rudhart, Jahrgang1852—53. Aus dem K. Reichsarchiv, drcißigjähr. Krieg, 1'. 166, lol.445) sagt Tilly: „Darauf hat sich aber ein grosses vnglückh zuge-tragen, indeme vnder währendem Sturmb in der Statt Ein gross«Feuersbrnnst, so der Feindt wegen deß hien und wieder einge-legten Pulvers, Zue dem intent, wie der gefangenen auflag ins-gemein verlautet, daz den vnsrigen solche nit Zue gurten Khomnie, mitvleiß vnd ex malitia verursachet, entstanden, welche bei solchem tumultvnd bey dieser grossen Hitz Khein Möglichkeit Zue löschen gewesen, alsodaz Sye so weith vmb sich gefressen, daz die ganze Statt, außgenommendeß hohen Dohmstiffts vnd etzlich weniger Heuffern in die Aschen gelegtworden." — Damit stimmen übercin: die Berichte des Grafen Pappen-heim und des General-Kommissärs v. Ruepps an den Kurfürsten vonBayern, des Grafen Wolf v. Mansfeld und des General-Kommissärs Wal-merode an den Kaiser. S. bei Benseu. — Ob übrigens Falkeubergfür sein Verfahren besondere Anweisungen von seinem Könige hatte, wieer sich der Sprengfeuer zu bedienen gedachte, hierüber lasse» sich nurVermuthungen aufstellen. D. B.