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der Erstürmung von Frankfurt a. d. O. und LandSberg in Wiensichere Kunde haben konnte; die Einnahme Prags durch dieSachsen brachte diesen Entschluß zur Reife; gleichwie seinerseitsWallrnstein seit seiner zu Regensburg dekrctirten Absetzungstets daran arbeitete, seine Stellung wieder zu erringen. Schonseit einem Jahre waren Schritte in diesem Sinne bei Wallen,stein geschehen, der nur aus Politik sich nöthigen ließ, und nachder Breitenselder Katastrophe schrieb Pappenhcim an Wallen,stein, er allein könne jetzt noch helfen. Aber ebenso erscheintauch nahezu erwiesen, daß Wallen stein schon jetzt in Ver-Handlungen mit Schweden stand, um demselben von, Kaiser einengünstigen Frieden zu verschaffen. Der Verrath mag noch nichtbeschlossen gewesen sein, aber er spielte mit gefährlichen Ent.würfen, knüpfte an und löste wieder ohne bestimmte Ansicht überden besten Weg, zur Befriedigung seines maßlosen Ehrgeizes zugelangen * *).
Am 15. Dezember 1631 übernahm der Herzog auf drei Mo.nate daS Kommando zur Organisirung eines neuen Heeres. Der
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*) Bemerkenswerth sind die von Dudik gegebenen Mittheilungen überdie vom Kaiser genehmigten Unterhandlungen Wallenstein's mit demsächsischen General Armin seit dem Herbst 1631. Die voni Kaiser nacheiner Uebereinkunst mit dem Herzog gegebenen Befehle an Tieftnbach, dieLausitzen zu räumen und „nichts gegen Sachsen zu leutiren", sowie an diekaiserlichen Befehlshaber in Mekleuburg, auf den Antrag Wallenstein'sihre Garnisonen zu räumen und den vom Herzog beauftragten Kom-mandanten zu überlassen, werfen ein Lrcht aus allerlei Gedanken, welcheder entsetzte und seiner spätern Stellung damals noch nicht sichere, tiefberechnende, nur sein eigenes Ich vergötternde Feldherr zu der Zeit imKopfe trug. Noch deutlicher werden dieselben beleuchtet aus Briefenwelche die „Monatsschrift für Wissenschaft und Literatur" (1853, Sep-tember) aus dem sächsischen Archiv mittheilt. „Er, der Herzog — heißtes darin — nehme den schönen Prätert der Vollmacht, mit Armin zutrakliren, um dem König von Schweden, wie er versprochen, gefällig z»sein, damit ein guter Friede zu Stande komme. Deswegen rathe erauch dem Kaiser von seinen beabsichtigten Werbungen ab. Den Kaiserhabe er persnadirt, sein Volk aus Meklenburg zu nehmen, und ertraue sich zu, was noch dort bliebe, zu Sr. Königl- Majestät Dienst zubringen. Die wichtigsten Plätze in Böhmen und Schlesien seien vonlauter zuverlässigen Soldaten besetzt, und Tiesenbach sei durch schein-bare Persuasion dahin gebracht worden, sich nach Schlesien zurückzu-ziehen." D- B.
Laut», Weltgeschichte. X.
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