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nand von Ungarn, deü Kaisers Sohn, neben ihm Gallaö, alSeigentlicher Feldherr, an die Spitze deö Heeres, dessen Aufgabeübrigens nach Gustav Adolf's Tode eine weit leichtere war.
dabei so hohe und ansehnliche Personen so schändlich und meuchelmö»-derischer Weise hingerichtet worden, und ihnen nicht so viel Zeit gelassenworden, sich mit einem Vater Unser Gott zu befehlen und ihre Sündezu bereuen, entsetzt und einen Abscheu getragen. Khevenhiller XU.Das Zögern, die zweideutige Stellung, die Wallenstein zwischen demKaiser und dessen Feinden einnahm, ward sein Verderben. Seineimmer verdächtigeren Schritte erweckten das Mißtrauen des Hofes, dasMißtrauen des Hofes trieb ihn wieder vorwärts, wechselseitig drängtensich beide zur letzten äußersten Entscheidung hin, und als nun die Ver-wickelung, zu welcher der Herzog immer den ersten Anlaß durch seinezweideutigen Handlungen gegeben, ihren Gipfelpunkt erreichte, da er-füllte sich, was Arnim wenige Monate vorher geweiffagt hatte. „Nunwird es am meisten daran mangeln, daß keiner ist, der es ihm glaubt",hatte dieser im Herbste 1033 an den Kurfürsten von Brandenburg ge-schrieben. Wallenstein fiel, als eben der Herzog Bernhard von Weimarvorsichtig zu seiner Rettung herbeizog; er fiel durch eigene Schuld. Erfiel durch eine Gewaltthat; es ward ein politischer Mord, wenn auchnachträglich durch eine sentsntia post moi-tom legalisirt, an ihm be-gangen. In Buttler's und seiner Genossen ersten Berichten über dievollbrachte That ist keine Andeutung, die natürlich hier nicht gefehlthätte, daß sie dazu Auftrag gehabt hätten, geschieht nicht einmal Erwäh-nung von einem Achtsdekrete. Zwar äußerte Piccolomini am 23.oder 24. Februar zu dem ihm zugesandten Feldkaplan Buttler's: er hättenie an dessen Treue gezweifelt, damit aber auch Andere nicht daranzweifeln konnten, und er sich bei dem Kaiser in besondere Gnnst setze,möge er Wallenstein lebendig oder todt zurückbringen. Aber der Kaplankonnte diese Aufforderung seinem Herrn nicht mehr hinterbringen. Butt-ler vollbrachte aus eigenem freien Entschlüsse die That, weil er schonlängst von den verrätherischen Planen Wallensteins überzeugt, diese jetztin Erfüllung gehen, die Schweden fast vor den Thoren und keinen sichernWeg sah, dem Kaiser seine Treue, Truppen und Festung zu bewahren,Caretto, Marchese de Grana, einer der vertrautesten Diener desKaisers, schreibt demselben aus Pilsen am 28. Februar: „Aus beiliegen-den Manifesten oder Patenten, so beide redliche Obersten Buitler undCordon haben ausgehen lassen, haben Ew. Kay. May. allergst. ursachzu nehmen, denen Potentaten undt Kay. Ministris überall in der ganzenWeldt zu wissen zu machen, was für eine Beschaffenheit die gnadt Gottesin strafung deren nunmehr umbkhommbenen Hauptverräther undt Re-bellen gehabt habe, und wie Gott allein und dieser ehrlichen OffiziereTreu dieß ohne Ew. Kay. May. allergnädigste Meinung oderbevehlig ins Werkh gesetzt haben." Förster, Briese Wallensteins, III.