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briant's, Turenne'S und Condsi'S Feldberrentugenden,hätten nicht die eigenen Söhne, in Wahn und Verblendung,in verruchtem Soldateneigennutz, die Hände gegen die eigeneMutter erhoben!"*)
Die eifrigsten Anhänger der Schweden, die Herzoge Georgvon Lüneburg und Wilhelm von Weimar, Frankfurt,Erfurt, die Hansestädte u. s. w., traten dem Frieden bei, sogarder Landgraf Wilhelm von Hessen war, wenigstens anfänglich,entschlossen dazu, nur der Herzog Bernhard von Weimar,der mit Unterstützung Frankreichs am Rhein das Bundesheerzusammenhielt, blieb unerschütterlich. Aber während er mitFrankreich ein engeres Bündniß einging, das ihm außer einerSubsidie die Landgrafschaft Elsaß mit allen ehedem von Oester-reich besessenen Rechten versprach, und den Krieg in Lothringenfortführte, gab sich im schwedischen Rcichsrath Geneigtheit kund,Frieden zu schließen, so daß Oxenstjcrna desfallsige Unter-Handlungen mit Sachsen anknüpfte und sich zugleich unmittelbaran den Kaiser wandte. Indeß Hatte der letztere Schritt durchirgend einen unaufgeklärt gebliebenen Zufall oder diplomatischenMißgriff keinen Erfolg, und auch die Verhandlung mit dem vomWiener Hof bevollmächtigten Kurfürsten scheiterte, obgleich sichderselbe zur Geldentschädigung gegen Schweden bereit erklärte,daS nichts anderes zu verlangen berechtigt war, den Krieg mitdeutschem Gelde und deutschem Blute geführt und unzähligenRaub schon über See geschleppt harte. Aber die vauptsorgeOxenstjerna's, das herannahende Ende des von GustavAdolf mit Polen geschlossenen Waffenstillstandes, ward durch diefranzösische Verwickelung, die eine Verlängerung des Waffen-stillstandes zu Stande brachte, hinweggeräumt, und die Schwedenzogen nun vor, eS auf eine Fortführung des Krieges ankommenzu lassen. Und indem die französische Diplomatie auf dieser Seitedie deutsche Noth zu verlängern so geschickt beizutragen verstanden,gelang auf der andern die völlige Umgaruung Bernhardts,der nichts mehr und nichts weniger als französischer Söldnerward **), und welchem schmachvollen Beispiele der schwankendeLandgraf von Hessen, wenn auch unter schwierigern Umständen,
*) Barthold, a. a. O.
Röse, Herzog Bernhard der Große von Sachsen-Weimar. Weimar,1828, S. 104. D. B.